Tinnitus kann vor Bluthochdruck warnen

Dezember 25, 2013

Ein Tinnitus muss nicht immer negativ sein, sondern kann auch
als Warnzeichen dienen und beispielsweise auf Bluthochdruck hinweisen.

Hört man entsprechende Geräusche im Ohr sollte man diese unbedingt Ernst nehmen und seinen Blutdruck kontrollieren lassen. Geschieht dies nicht, kann das negative Konsequenzen nach sich ziehen. Anders herum verschwindet in der Regel auch der Tinnitus, sobald die Ursachen für den Bluthochdruck beseitigt worden sind.

Die klassischen Symptome für Bluthochdruck

Ein Tinnitus gehört nach der Wahrnehmung der meisten Menschen eigentlich nicht zu den klassischen Symptomen für Bluthochdruck. Gängig zählen hierzu beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen sowie eine zunehmende innere Unruhe. Ignoriert man diese Warnzeichen, kann dies nicht nur zu einem dauerhaften Bluthochdruck führen, sondern sich auch negativ auf den Kreislauf, die Sensorik des Körpers (Fühlen, Schmecken, Hören, etc.) sowie die Immunabwehr auswirken. Im schlimmsten Fall droht ein Herzinfarkt.

Besondere Vorsicht beim Warnzeichen Tinnitus

Noch ernster ist die Situation, wenn Geräusche im Ohr auf den Bluthochdruck hinzudeuten scheinen. In diesem Fall entsteht der Tinnitus, weil sich die Flussgeschwindigkeit des Blutes durch den zu hohen Druck verändert. Oft verdicken sich zusätzlich die Blutbahnen hinter dem Ohr. Diese drücken anschließend auf den Hörnerv, was zu einem Rauschen, Pfeifen oder Klingeln führt. Dieser ganze Vorgang ist als Prozess zu begreifen: Erst verändert sich die Geschwindigkeit, mit welcher das Blut fließt. Anschließend werden auch die Blutbahnen in Mitleidenschaft gezogen.

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Ignoriert man diesen Vorgang, weil man ihn beispielsweise auf Stress zurückführt, der "ja auch wieder vergeht", kann aus einem akuten Tinnitus sehr schnell ein chronischer werden. Dies bedeutet, die Geräusche im Ohr, die eigentlich nur auf den Bluthochdruck hingewiesen haben, werden zu einem lebenslangen Begleiter, wenn man nicht die passende Therapie findet, um sie wieder zu beseitigen. Denn einmal beschädigte Blutbahnen hinter dem Ohr sind nur mit sehr viel Aufwand wieder zu reparieren.

Die 24-Stunden-Regel beachten

Längst nicht jeder Mensch hat eine Bluthochdruck-Manschette Zuhause und kann überprüfen, ob die Geräusche im Ohr vielleicht auf dieses Problem hindeuten. Es gilt deshalb die sogenannte "24-Stunden-Regel", welche die Deutsche Tinnitus Liga aufgestellt hat. Bleiben die Geräusche im Ohr für einen ganzen Tag ein treuer Begleiter, so sollte man sich auf der Stelle auf den Weg zum Arzt machen, um diese dort überprüfen zu lassen. Die durchschnittliche Erfolgsquote bei einem Tinnitus, der nicht auf Bluthochdruck hindeutet, sondern eine andere Ursache hat, beträgt 70 Prozent. Dies bedeutet, bei sieben von zehn Patienten verschwinden die Geräusche im Ohr vollständig. 

Noch größer sind die Erfolgsaussichten, wenn der Tinnitus durch Bluthochdruck verursacht worden ist. Die Ärzte können dies in aller Regel ohne größere Probleme behandeln, indem sie Medikamente verabreichen, die oral genommen werden und den Blutdruck senken. Schon nach wenigen Stunden stellt sich in aller Regel eine deutliche Besserung ein. Nach einigen Tagen sollte sich der Blutdruck normalisiert haben und der Tinnitus verschwunden sein.

Wiederholungsgefahr

Wer diesen Prozess allerdings einmal durchlaufen hat, sollte sich der Gefahr bewusst sein, dass er oder sie zu Bluthochdruck neigt. Das Problem tritt nämlich in aller Regel immer wieder auf, wenn man nicht bewusst darauf achtet, ihn normal zu halten. Es macht deshalb Sinn, sich ein Kontrollgerät anzuschaffen. Außerdem sollte man auf ausreichende Phasen der Entspannung, viel Bewegung (Sport) und die richtige Ernährung achten. Wer anfällig für hohen Blutdruck ist, sollte beispielsweise salziges Essen meiden und stattdessen mit Kräutern würzen. Der Tinnitus wird zumeist und in der Regel zu recht als sehr lästig und bedrohlich empfunden. Weist er allerdings auf zu hohen Blutdruck hin, sollte man ihn dankbar als Warnzeichen betrachten.

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