Tinnitus-Betroffene müssen nicht einsam sein

August 29, 2014

Tinnitus und Einsamkeit kommen oft gemeinsam, doch vielen Tinnitus-Betroffenen kann geholfen werden. Hilfe annehmen ist der erste Schritt.
Petra ist erst 22 Jahre alt, als sie zum ersten Mal dieses Pfeifen im Ohr hört. Die ersten Tage kümmert sie sich nicht darum, doch als nach einer Woche auch noch ein ständiges Dröhnen hinzukommt, packt sie die nackte Angst. Sie vertraut sich niemandem an, stattdessen zieht sie sich mehr und mehr zurück, denn ihre Lebensfreude schwindet zusehend. Am schlimmsten ist es, wenn sie im Bett liegt, da klingt das Pfeifen im Ohr am lautesten. Petra war stets eine lebenslustige Frau, doch dieses eine Geräusch ist für sie schlimmer als alles, was sie bislang erlebt hat.

Tinnitus-Patienten leiden meist leise

Sie dachte darüber nach einen Arzt aufzusuchen, verwarf den Gedanken jedoch schnell. Ihre Befürchtung, dass man ihr nicht glaubt, da niemand dieses Geräusch hören konnte außer ihr, nahm ihr fast den Atem. Unternehmungen mit Freunden hatte sie längst an den Nagel gehängt, sie war jeden Abend allein zu Hause, allein mit diesem Pfeifen im Ohr. Als sie nach einem  halben Jahr der Einsamkeit ihren Job verlor, weil sie mehrmals einfach der Arbeit fern geblieben war, dachte sie zum ersten Mal an Selbstmord. Hätte sie gewusst, wie viele Tinnitus-Patienten es gibt denen geholfen werden konnte, wäre sie niemals so stark verzweifelt.

Das Pfeifen im Ohr als Feind

Eines Tages passierte etwas, was Petra endlich dazu bewog einen Arzt aufzusuchen. Sie saß wie jeden Abend allein in ihrem Wohnzimmer, als sie die Tür läuten hörte. Sie schlurfte müde in den Flur um zu schauen wer da war, doch niemand stand vor der Tür. Es dauerte Tage bis sie begriff, dass auch dieses Klingeln nur in ihrem Ohr zu hören war. Petra war entsetzlich wütend auf ihre Situation und auf ihre Ohren und sie entschloss sich, sich nicht von einem Geräusch die Lebensfreude nehmen zu lassen.

Tinnitus-Patienten sind nicht alleine

Schon im Moment als sie den Mut fasste, sich endlich um ihr Problem zu kümmern, fiel ihr ein Stein vom Herzen. Sie erkannte, dass nur sie selbst in der Lage dazu war, sich aus dem Loch zu befreien. Sie lernte andere Tinnitus-Patienten kennen und tauschte sich mit ihnen über ihre Geräusche aus und sie schloss Freundschaft mit ihren Ohren. An die Tür gelaufen ist sie nie wieder umsonst, denn Petra bekam die Hilfe, die ihr die Lebensfreude zurückgab.

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