Tinnitus Behandlung mit Botox: Die Wunderwaffe?

Januar 15, 2016

Eine Tinnitus Behandlung mit Botox soll die Geräusche im Ohr
beruhigen. So berichten viele Patienten. Doch stimmt das auch? 

Immer häufiger berichten Patienten in den einschlägigen Internetforen, dass sie erfolgreich eine Tinnitus Behandlung mit Botox gehabt hätten. Endlich seien sie von den Geräuschen im Ohr befreit. Auch erste Ärzte stimmen in Deutschland vorsichtig in den Chor mit ein. Sie sind allerdings deutlich zurückhaltender. Die Tinnitus Behandlung mit Botox habe Potenzial, hört und liest man beispielsweise von ihnen. Eine Euphorie, dass es nun endlich eine Spritze gegen die Geräusche im Ohr gebe, wird von ihnen nicht verbreitet. Dies ist weniger seriösen Orten im Internet vorbehalten. Dort wird auch davon gesprochen, dass die Tinnitus Behandlung mit Botox eine "Wunderwaffe" sei. Es wird Zeit für einen sachlichen Blick.

Tinnitus Behandlung mit Botox: Was wird eigentlich gespritzt?

Erstaunlicherweise ist die Idee, eine Tinnitus Behandlung mit Botox durchzuführen, schon älter. Bereits 2004 berichteten erste US-Fachmagazine über die Therapie. Hierzulande wurde die Idee damals allerdings noch nicht aufgenommen. Geraten wurde dazu, das Nervengift Botulinumtoxin A zu spritzen. Dieses wird bei einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen eingesetzt. So soll es beispielsweise auch gegen zu starkes Schwitzen, Zähneknirschen und Migräne helfen. Botox ist zudem ein bekanntes Mittel gegen Falten. 

Wieso hilft eine Tinnitus Behandlung mit Botox?

Der Grund, weshalb es so lange dauerte, bis die Tinnitus Behandlung mit Botox in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit fand, ist einfach. So richtig sicher ist man sich nicht, weshalb das Nervengift die Geräusche im Ohr beruhigt. Viele Kassen tun sich deshalb beispielsweise auch mit der Kostenübernahme schwer. Die gängigste Theorie, weshalb die Tinnitus Behandlung mit Botox hilft, lautet: Der Auslöser der Geräusche im Ohr wird gelähmt. Nichts andere tut das Gift schließlich: es hat eine lähmende Wirkung. Gewöhnlich wird allerdings ein Muskel auf diese Weise ruhiggestellt. Nur selten ist allerdings ein solcher der Auslöser für einen Tinnitus. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Nacken- und Kieferbeschwerden vorliegen. Die Tinnitus Behandlung mit Botox hilft aber auch vielen Menschen, deren Ohrgeräusche andere Ursachen haben. 

Tinnitus Behandlung mit Botox hält nicht ewig vor

Eine Tinnitus Behandlung mit Botox reicht nicht, um das Problem für den Rest des Lebens zu beseitigen. Der menschliche Körper baut das Nervengift innerhalb von zwei bis sechs Monaten ab. Dann kehren die Geräusche im Ohr zurück. Folglich sind zwei bis vier Spritzen pro Jahr notwendig. Es ist unsicher, ob eine solch intensive Tinnitus Behandlung mit Botox nicht andere gesundheitliche Probleme auslöst. Das Nervengift wird nicht ohne Grund als solches bezeichnet. 

Nur Fachleute sollen Tinnitus Behandlung mit Botox durchführen

Entsprechend sollte man eine Tinnitus Behandlung mit Botox nur von Medizinern durchführen lassen, die mit dem Wirkstoff genau vertraut sind. Diese müssen genau bestimmen, wie viel des Toxins in welcher Konzentration in welche Stelle des Kopfes gespritzt werden darf. Zudem ist zu klären, wie häufig eine solche Anwendung durchgeführt werden kann. 

Als Fazit lässt sich festhalten: Eine Tinnitus Behandlung mit Botox hilft den meisten Menschen gegen die Geräusche im Ohr. Einige Patienten berichten sogar, sie seien vollständig kuriert worden. Doch eine solche Behandlung beinhaltet Gefahren. Und die Geräusche im Ohr kommen in schöner Regelmäßigkeit zurück, um anzuzeigen, dass die nächste Tinnitus Behandlung mit Botox notwendig ist. Dies kann nervlich sehr belastend sein. Eine Wunderwaffe ist diese Therapie deshalb nicht, sondern eine Hilfe.

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