Schwerhörigkeit bei Babys: Gängige Therapiemöglichkeiten

Oktober 15, 2016

Schwerhörigkeit bei Babys gehört zu den stark unterschätzten Gefahren bei Neugeborenen. Immerhin gibt es effiziente Therapiemöglichkeiten

Jüngst war es die bayrische Gesundheitsministerin, die öffentlichkeitswirksam auf das Problem der Schwerhörigkeit bei Babys aufmerksam machte. Sie nutzte eine Jubiläumsfeier einer Schwerhörigkeitsselbsthilfe-Gruppe, um für Hörtests bei Neugeborenen aufmerksam zu machen. Die Früherkennung der Schwerhörigkeit bei Babys sei sehr wichtig, so die Ministerin, weil man auf diese Weise möglicherweise noch rechtzeitig die passende Therapiemöglichkeit bestimmen könne. Es sei ihr "als Ministerin, Medizinerin und Mutter" sogar "ein Herzensanliegen", schließlich hätten alle Kinder das Recht, die besten Startmöglichkeiten zu bekommen.

Schwerhörigkeit bei Babys: Hörtests so früh wie möglich

Siel empfahl mit Nachdruck, dass auf mögliche Hörstörungen schon vor dem sechsten Lebensmonat des Neugeborenen getestet werden sollte. Tatsächlich gilt: Eine potenzielle Schwerhörigkeit bei Babys sollte so früh wie möglich geprüft werden. Generell sollten eigentlich alle Neugeborenen vor dem sechsten Lebensmonat getestet sein – ob ein konkreter Verdachtsmoment bestehen mag oder nicht. Zu verheerend sind die Folgen, wenn eine mögliche Schwerhörigkeit bei Babys nicht frühzeitig abgeklärt wird. 

Schwerhörigkeit bei Babys führt zu einer gestörten Entwicklung

Hörimpulse sind für Neugeborene sehr wichtig. Sie lernen so Menschen, Tiere und Umgebungsgeräusche zu unterscheiden. Zudem wird die Sprache durch audiovisuelle Reize erlernt. Schwerhörigkeit bei Babys, die nicht rechtzeitig erkannt und bekämpft wird, stört diesen Prozess. Die bittere Konsequenz ist eine stark gestörte Entwicklung, welche die Neugeborenen in Extremfällen ihr gesamtes Leben nachhaltig behindern kann. Diese ernsten Konsequenzen sind weithin nicht im Bewusstsein der Öffentlichkeit. 

Mangelnder Abklärungswille ist fatal

Eltern lassen eine mögliche Schwerhörigkeit bei ihren Babys oft nicht abklären, weil sie die Antwort fürchten. Statistisch gesehen ist dies aber gleich aus zwei Gründen falsch.  Erstens: In Bayern werden seit 2009 Hörscreenings bei Neugeborenen unter Federführung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durchgeführt. 2015 wurden rund 109.000 Hörtests durchgeführt – bei 110 Babys wurden Hörstörungen festgestellt. Die Gefahr ist also real, aber die Chance, dass das eigene Kind betroffen ist, bewegt sich statistisch gesehen in einem sehr kleinen Bereich. 

Zweitens: Selbst, wenn der eigene Nachwuchs zu den Kindern zählt, bei den die Schwerhörigkeit bei Babys diagnostiziert werden muss, ist dies nach einem kurzen Schock eine gute Nachricht: Bei praktisch allen der positiv getesteten Kinder konnte die Schwerhörigkeit bei Babys so in den Griff bekommen werden, dass bleibende Entwicklungsschäden ausgeschlossen sind. Bei vielen Neugeborenen, bei denen die Eltern zu lange mit dem Hörtest gewartet haben, sieht es bedauerlicherweise anders aus: Mehr als die Hälfte der bekannten Fehler der Kinder hat zumindest leichte Entwicklungsstörungen erlitten, die nicht mehr kompensiert werden können. 

Therapiemöglichkeiten für die Schwerhörigkeit bei Babys

Eine klassische Ursache für Schwerhörigkeit bei Babys ist der humane Cytomegalievirus (CMV), mit dem zumeist bereits die Mutter während der Schwangerschaft infiziert wurde. CMV tötet die Antikörper rund um das Gehör ab, was von Schädlingen besetzt wird, die ihre zerstörerische Arbeit tun. Bei einer rechtzeitigen Erkennung können die Mediziner ein Antikörper-Serum einsetzen, um die Folgen zu bekämpfen. Im Idealfall genügt dies schon. Stets helfen auch Hörgeräte gegen die Schwerhörigkeit bei Babys. Praktisch alle großen Hersteller bieten inzwischen spezielle Modelle für Neugeborene an. Diese halten übrigens auch die fatalen Schäden von Schwerhörigkeit bei Babys in Grenzen. 

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