Schwerhörigkeit als Hindernis zum Enkel

Dezember 2, 2014

Wie ich mein Alter und meine Schwerhörigkeit zu akzeptieren lernte,
mir Hilfe suchte und endlich zu einem vollwertigen Großvater wurde.

Denn als Großvater muss man nicht nur da sein und lächeln, sondern seine Enkelkinder auch verstehen können. Schließlich möchte man nicht nur ein Vorbild sein, sondern auch die ganze Entwicklung der neuen Erdenbürger erleben dürfen. Und hier war nun ich gefragt. Denn ich hatte mich nie an meiner Schwerhörigkeit gestört, hatte sie sogar als Teil meines normalen Lebens akzeptiert. Erst, als ich die ersten Worte meines Enkels nicht verstand und ihn langsam aufwachsen sah, merkte ich, wie sehr mein fehlendes Hörvermögen und meine Schwerhörigkeit mich isolierten.

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Die Schwerhörigkeit wird störend – der Schock sitzt tief

Ich wusste schon länger von meiner Schwerhörigkeit. Da ich jahrelang ohne Ohrenschützer auf dem Bau gearbeitet hatte, verabschiedete sich mein Hörvermögen ganz allmählich im Laufe der Jahre. Das Scheitern meiner Ehe möchte ich nicht ausschließlich daran festmachen, aber es war sicherlich ein Grund. Jedoch kein Grund für mich, etwas zu ändern oder gar gegen meine Schwerhörigkeit zu kämpfen. Mir ging es gut. Ich hatte keine Probleme mit meiner Schwerhörigkeit und ich konnte mir – so redete ich es mir ein – das langweilige Geschwätz der anderen etwas ersparen. Wer etwas wichtiges wollte, würde schon lauter sprechen. Und das funktionierte hervorragend. Bis mein Enkel auf die Welt kam.

Kleine Stimmen – dank Schwerhörigkeit beinahe unhörbar

Ich hörte es zwar trotz meiner Schwerhörigkeit, wenn mein Enkel als Säugling laut schrie, aber auch das nur am Rande. Als jedoch die ersten Worte seinen Mund verließen, konnte ich nur seine Lippen sich bewegen sehen, den Rest verschluckte meine Schwerhörigkeit. Der leise Ton seiner Kinderstimme blieb mir verborgen. Auch wenn ich es nicht zeigte: Das nagte gewaltig an mir. Sollte ich meinen Enkel erst dann hören, wenn er begriff, dass er mich anschreien musste? Das durfte nicht sein. Doch auch mein Stolz meldete sich. Die Schwerhörigkeit mit einem Hörgerät zu verringern kam mir unnatürlich vor, hätte mich zugeben lassen, dass ich nun alt sei und ein Hörgerät bräuchte. Ich lag mehrere Nächte lang wach und überlegte, wie ich sonst mit meiner Schwerhörigkeit gelebt hatte. Träumte von den vielen verpassten Gelegenheiten und wachte morgens schweißgebadet auf. Zwei Wochen konnte ich diesen Zustand ertragen, dann entschloss ich mich, meiner Schwerhörigkeit den Kampf anzusagen.

Kampf der Schwerhörigkeit

Ich wagte mich in die – für mich in meiner Schwerhörigkeit zumindest – Höhle des Löwen und nahm ein kostenloses Beratungsgespräch bei einem Hörgeräteakustiker in Anspruch. Und ich war überrascht. Die Modellpalette an Hörgeräten war gewaltig und vor allem: Winzig klein. Einige Tests und Anpassungen später verließ ich das Geschäft als neuer Mensch. Mit einem Hörgerät gegen die Schwerhörigkeit prasselte der lange nicht mehr gehörte Verkehrslärm auf mich ein, ich hörte die Gespräche der Menschen um mich herum und seit langem konnte ich endlich wieder lächeln. Doch das war nichts gegen das Gefühl, als nur wenige Wochen später mein Enkel zum ersten Mal Opa zu mir sagte und ich jede einzelne Silbe verstand. So glücklich war ich seit Jahrzehnten nicht mehr gewesen. Ein kleines Hörgerät gegen die Schwerhörigkeit hatte mein Leben verändert.

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