Rauschen im Ohr: Der erste Schritt ist die Selbstdiagnose

Juni 25, 2013

Der erste Schritt bei Rauschen im Ohr zur
Überwindung von Tinnitus ist die Selbstdiagnose

Meistens kommt es wie aus dem Nichts: Plötzlich leidet man unter einem Rauschen im Ohr. Grundsätzlich ist dies nicht kritisch, denn rund 40 Prozent der Menschen erleben dies wenigstens einmal in ihrem Leben. Doch bei 20 Prozent der Deutschen verschwindet das Geräusch nicht mehr und entwickelt sich zu einem chronischen Tinnitus. Davon spricht man, wenn das Rauschen (oder das Pfeifen, Klingeln oder Piepen) im Ohr mehr als drei Monate durchgängig vorhanden ist. Der letzte Schritt ist die Selbstheilung. Das gilt sowohl bei dem akuten als auch dem chronischen Tinnitus.

Wegen Rauschen im Ohr: Anhaltende Schlaflosigkeit

Eigentlich empfiehlt man bei einem anhaltenden Rauschen im Ohr den sofortigen Gang zum Facharzt, denn es könnte sich um einen beginnenden Hörsturz handeln. Doch als wirklich erster Schritt empfiehlt sich die Selbstdiagnose, denn es geht vielen Menschen so wie der "Nutzerin Doro", die einem medizinischen Fachforum klagte, sie könne in der Nacht nicht mehr schlafen, weil das Rauschen im Ohr gegen zwei Uhr morgens einsetze. Sie sei auch schon bei mehreren Ärzten gewesen, doch jedes Mal sei die Untersuchung ohne Befund gewesen. Der inzwischen chronisch gewordene Tinnitus verursache bei ihr große Schlafstörungen. Ob ihr nicht jemand helfen könne?

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Tinnitus ohne ärztlichen Befund nicht ungewöhnlich

Tatsächlich kommt eine Geschichte wie die von "Doro" nicht selten vor, denn häufig gibt es beim Tinnitus keinen ärztlichen Befund, weil die möglichen Ursachen für ein Rauschen im Ohr viel zu zahlreich sind. Auch das Phänomen, dass das Rauschen im Ohr den Betroffenen nur in der Nacht überfällt und für eine fortdauernde Schlaflosigkeit sorgt, ist nicht selten. Gerade bei einem chronischen Tinnitus ist der Wille und die Bereitschaft der Patienten zur Selbstheilung gefragt, weil das Geräusch sehr häufig "gar nicht im Ohr, sondern im Gehirn stattfindet", wie es ein bekannter Facharzt einmal ausdrückte. Ist dies der Fall, "muss das Gehirn des Patienten lernen, das Geräusch wieder auszuknipsen", so der Mediziner weiter. Ein Arzt braucht deshalb eine Selbstdiagnose, um die zahlreichen Ursachen eingrenzen und vor allem den Herkunftsort des Tinnitus bestimmen zu können.

Rauschen im Ohr: Grund zur Panik?

Ist ein Rauschen im Ohr also ein Grund zur Panik? Auch dafür liefert das Beispiel von "Doro" eine gute Antwort: Nicht unbedingt. Sie profitierte direkt von dem Austausch mit anderen Betroffenen, bei denen die Ärzte auch keinen Befund erstellen konnten und bekam den Tipp, Magnesium zu schlucken. Magnesium fördert die Durchblutung in den feinen Gefäßen des Ohres und setzt zudem die Reizschwelle im Hörzentrum des Gehirns herunter. Die Einnahme des Mittels half und beseitigte das Problem. Zugleich lieferte es eine sichere Diagnose dafür, woher das lästige Geräusch kam: Stress.

Stress führt meistens zum Rauschen im Ohr

Tatsächlich ist Stress einer der Hauptverantwortlichen für einen Tinnitus überhaupt. Die Ärzte können bei diesem auch nur bedingt helfen, denn nur der Betroffene selbst kann die Wechselbeziehung von Stress und Rauschen im Ohr abschütteln, was unbedingt passieren sollte, denn ansonsten führt Stress zu einem gefährlichen Teufelskreis. Wenn man ein Rauschen im Ohr hat, ist der Grund häufig nur ein zu hoher Blutdruck bzw. eine zu hohe Blutfluss-Geschwindigkeit. Kommt aber noch Stress hinzu, so führt dieser zu einem Magnesiummangel, der sich direkt körperlich auswirkt. Die NMDA-Rezeptoren schlagen Alarm. Dabei handelt es sich um die Empfänger, welche die Nervensignale aus dem Hörzentrum entgegennehmen. Ohne einen ausreichenden Magnesium-Haushalt wirken sie wie voll aufgedrehte Verstärker. Man hört das Blut noch viel lauter, was wiederum für Stress sorgt. Der Teufelskreis ist komplett. Vernachlässigt man das Problem zu lange und unternimmt nichts, so verselbstständigen sich die Probleme und man erleidet einen chronischen Tinnitus.

Was sollte man bei einem ständigen Rauschen im Ohr tun?

Wenn man unter einem chronischen Tinnitus leidet, muss man erst einmal verstehen, dass die Ärzte jetzt Helfer und keine Heiler sind. Man kann sich nur selbst heilen: Man muss sich aktiv darum bemühen, die Ursachen herauszufinden und anschließend die Therapie diszipliniert durchführen. Diese kann von der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten über Entspannungstechniken bis zur Ernährungsumstellung reichen. Ein chronischer Tinnitus ist "ausknipsbar", wenn der Patient versteht, wie er dies selbst erreichen kann. Um ein besseres Verständnis des gesamten Themas zu bekommen, tragen Sie sich in meinen Newsletter ein.

Letzter Satz geändert, siehe Content. Anmerkung von Lutzl.

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{ 2 Kommentare… sie unten lesen oder einen hinzufügen }

Marion Luithle Kienzler Januar 2, 2017 um 13:16

Habe seit 3.stunden ein stakes rauschen mit druck im rechten Ohr was kann ich tun?

Antworten

Lutzl Januar 3, 2017 um 12:08

Sofort und ohne Umweg zum HNO, liebe Marion!!! Versuchen Sie bitte einen Arzt aufzusuchen, der mit Tinnitus vertraut ist!!! Auch wenn Sie dafür eine Weile herum telefonieren müssen, recherchieren Sie sorgfältig im Internet, suchen und lesen Sie eventuelle Patientenmeinungen über die Ärzte durch! Und dann entscheiden Sie! Tun Sie es schnell, soll heißen, innerhalb der nächsten 2 Wochen!!!

LG Lutzl

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