Puckern im Ohr: Hilft ein Pflaster?

April 15, 2015

Gegen Puckern im Ohr oder Pfeifen, Rauschen, Dröhnen usw. soll ein
neuartiges Pflaster helfen. Die Studien klingen zu schön, um wahr zu sein

Aus Schweden kommt eine Neuerung im Kampf gegen den Tinnitus, die eigentlich zu schön klingt, um wahr zu sein. Wenn man beispielsweise mit einem Puckern im Ohr oder  Pfeifen, Rauschen, Dröhnen usw. zu kämpfen hat, muss man keine Tabletten schlucken, kein Retraining durchlaufen und auch sein Gehör nicht modulieren. Einzig durch das Tragen eines halbtransparenten Pflasters, das zum größten Teil hinter dem Ohr versteckt wird, soll das Puckern im Ohr innerhalb weniger Wochen dramatisch abnehmen. Dies gilt selbstverständlich für jedes andere Tinnitus-Geräusch.

Pflaster überzeugt in klinischen Studien gegen das Puckern im Ohr

Das Pflaster, welches das Puckern im Ohr oder  Pfeifen, Rauschen, Dröhnen usw. so effektiv bekämpfen können soll, hört auf den schlichten Namen Antitinnitus und wurde laut Herstellerangaben von schwedischen Experten innerhalb von zehn Jahren in mühsamer Detailarbeit entwickelt. Diese Anstrengungen hätten sich allerdings gelohnt, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Pflasters mit Verweis auf die durchgeführten klinischen Studien. Und diese klingen tatsächlich extrem stark: In einer Studie verringerte sich das Puckern im Ohr oder auch jedes andere Tinnitus-Geräusch um 50 Prozent nach drei Wochen. In einer weiteren Studie nahmen Puckern im Ohr oder  Pfeifen, Rauschen, Dröhnen usw. innerhalb von vier Wochen sogar um 90 Prozent ab.

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Auslöser vom Tinnitus unwichtig: Pflaster hilft immer gegen Puckern im Ohr

Das Pflaster soll auch deshalb eine derart bahnbrechende Neuerung sein, heißt es, weil es erstmals keine Rolle spiele, was das Puckern im Ohr oder den sonstigen Tinnitus ausgelöst habe. Es helfe stets gegen das Geräusch. Anders ausgedrückt: Ganz gleich, ob Stress, Probleme mit den Blutwerten oder beispielsweise Schwierigkeiten mit der Neurochemie z.B. ein Puckern im Ohr oder  Pfeifen, Rauschen, Dröhnen usw. ausgelöst haben – das Pflaster hilft immer, so das Versprechen aus Schweden.

Wie arbeitet das Pflaster gegen ein Puckern im Ohr?

Die diesbezüglich fraglos wichtigste Frage lautet: Wie kann ein Pflaster gegen ein Puckern im Ohr oder einen sonstigen Tinnitus helfen? Die Informationen aus Schweden sind diesbezüglich sehr sparsam, was allerdings kein Zeichen mangelnder Seriosität sein muss, sondern lediglich dem Zweck dienen kann, Konkurrenten nicht die Arbeit abzunehmen. Was die Schweden veröffentlicht haben, lautet: Das Pflaster besteht aus einem bestimmten Zellstoff, der in der Lage sein soll, das auditorische Nervensystem zu modifizieren. Und dieser Effekt hilft schließlich gegen das Puckern im Ohr oder gegen jeden anderen Tinnitus.

Kann ein Pflaster wirklich gegen ein Puckern im Ohr helfen?

Zum Schluss sei die Frage gestellt, die wohl jedem Leser in den Kopf kommt: Kann ein Pflaster wirklich gegen ein Puckern im Ohr oder einen anderen Tinnitus helfen? Die klinischen Studien klingen erstaunlich – allerdings nicht nur im guten Sinne. Eine Linderung von 50 Prozent nach drei und eine von 90 Prozent nach vier Wochen erscheint eigentlich bei einer normal großen Stichgruppe für die Untersuchung als sehr unwahrscheinlich. Leider wurden kaum Details zu den klinischen Studien veröffentlicht, außer, dass diese am Sickla-Institut in Stockholm durchgeführt worden sind. Wer sich eine wirklich schlagkräftige Hilfe gegen ein Puckern im Ohr oder einen anderen Tinnitus erhofft, sollte die Karriere dieses Pflasters zwar interessiert verfolgen, dieses aber erst einmal meiden, bis hierzulande tragfähige klinische Studien erstellt worden sind.

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