Ohrenrauschen: Mögliche Gründe für das störende Geräusch

Januar 11, 2013

von Lutzl   <<< Wieso gibt es einen Zusammenhang zwischen Tinnitus und Schwerhörigkeit? Lesen Sie HIER weiter! >>>

Ein Ohrenrauschen ist das erste Alarmsignal für einen möglichen Tinnitus. Die Ursachen des Störgeräusches können vielfältiger Natur sein. Es empfiehlt sich, bei einem hartnäckigen Rauschen zuerst den Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, der eine erste Einschätzung darüber treffen kann, ob es sich um einen sogenannten Schein-Tinnitus oder die akute Ausprägung des Krankheitsbildes handelt.

Ohrenrauschen aufgrund eines Schein-Tinnitus

Wohl jeder Mensch hatte schon einmal Ohrenrauschen. Häufig tritt dieses auf, wenn man mit Kopfhörern zu laut Musik gehört hat oder bei einem Konzert zu nahe an den Musikern saß. Dabei passiert etwas im Ohr, was einen sogenannten Schein-Tinnitus hervorrufen kann. Ein Schmalzpfropf bildet sich dadurch, dass das Innenrohr in starke Schwingungen gerät. Dieser setzt sich auf dem Trommelfell ab, weil dieses die natürliche Grenze des Gehörgangs bildet. Durch den Druck wird das Ohrenrauschen hervorgerufen. Je nach Größe kann es mehrere Tage dauern, bis der Pfropf auflöst. Das Störgeräusch hält für diese Zeit an und wird als akuter Tinnitus fehlinterpretiert. Der Arzt wird deshalb erst einmal den Gehörgang säubern, um auszuschließen, dass es sich um dieses Phänomen handelt.

Ohrenrauschen – Wie Sie es endlich loswerden

Ohrenrauschen durch einen akuten Tinnitus

Ein akuter Tinnitus ist in der Regel einfach daran von der Schein-Variante zu unterscheiden, dass sich das Störgeräusch ändert. Statt eines reinen Rauschens kommt noch ein Pfeifen und ein Piepen hinzu. Die Auslöser dieses Krankheitsbilds sind vielfältig. Generell hat die Forschung festgestellt, dass sowohl ein zu schneller Blutfluss sowie Gefäßverengungen bei den meisten Patienten mit einem akuten Tinnitus zu beobachten sind. Oder ist es ein Ohrenrauschen nach Hörsturz?

Der zu schnelle Blutfluss kann das Resultat von zu viel Stress sein. In der Folge verschwinden die Störgeräusche bei Entspannung. Zudem kann auch eine medikamentöse Behandlung hilfreich sein. Mediziner verabreichen beispielsweise seit Jahren erfolgreich Mittel zur Erweiterung der Gefäße. Sollte der Blutfluss nicht zu schnell sein, sondern eine allgemeine Durchblutungsstörung vorliegen, muss in der Regel ein Facharzt eine exakte Diagnose stellen. Aber auch in diesen Fällen lässt sich das Ohrenrauschen oft noch in den Griff bekommen. Eine Behandlung ist in jedem Fall angezeigt, denn ansonsten wird das Störgeräusch chronisch.

Zusammenhang von Tinnitus und Schwerhörigkeit

Ohrenrauschen durch einen chronischen Tinnitus

Von einer chronischen Ausprägung des Tinnitus spricht man dann, wenn die Störgeräusche länger als drei Monate dauern und ein HNO-Arzt nicht in der Lage ist, eine physische Ursache zu diagnostizieren. Die chronische Variante kann nach allgemeiner Ansicht auf zwei Gründe zurückgeführt werden: Entweder liegt eine Verfestigungen eines akuten (und unbehandelten) Tinnitus vor oder er ist wesentlich häufiger das Resultat neurologischer Probleme. Die Nervenzellen der Ohren, welche die Hörimpulse aufnehmen, leiten diese an das Gehirn weiter, wo sie umgesetzt und in eine Reaktion umgewandelt werden. Das einfachste Beispiel hierfür ist der Moment, in dem eine fremde Person den Namen ruft. In der Regel trifft man hierbei schon fast keine bewusste Entscheidung mehr, sondern dreht sich automatisch zu dem Rufer um und schaut diesen an.

Beseitigen Sie mit der chronischen Ausprägung Ihres Tinnitus Ihr Ohrenrauschen!

Bei diesem Prozess kommen verschiedene Neurotransmitter zum Einsatz, die für die korrekte Verarbeitung der Signale verantwortlich sind. Es handelt sich um biochemische Stoffe, die zusammen reagieren, woraus eine bestimmte Handlung folgt – wie eben das Umdrehen zum Rufer. Dies bedeutet, die Zusammensetzung des Neurotransmitter-Haushalts ist nicht nur dafür verantwortlich, das man hört, sondern auch was man hört. Das Rauschen, Pfeifen und Piepen kann deshalb von einer falschen Zusammensetzung dieses Haushalts herrühren.

Es gab in der Vergangenheit verschiedene Experimente, bei denen Mediziner versucht haben, mit biochemischen Ersatzstoffen in den Neurotransmitter-Haushalt einzugreifen und diesen in der Form zu manipulieren, dass die störenden Geräusche verschwinden würden. Allerdings ist eine solche Manipulation ausgesprochen gefährlich. Die Neurotransmitter regeln nicht nur das Hören, sondern alles, was das Gehirn tut. Die Folgen eines manipulierten Haushalts sind noch so gut wie überhaupt nicht erforscht. Ersatztherapien, die auf einem Mix aus Medikamenten und psychologischer Immunisierung basieren, bleiben deshalb die beste Möglichkeit, um gegen den chronischen Tinnitus vorzugehen.

Mehr zum Thema Tinnitus KLICK HIER >>>

Kommentare zu diesem Beitrag sind geschlossen.

Da oberschlaue Hackerschlingel immer wieder versuchen, meine Website über die Kommentarfunktion anzugreifen, musste diese geschlossen werden. Ich möchte dem Leser dennoch die Möglichkeit geben, an der Disskussion um Tinnitus und Schwerhörigkeit teilzunehmen. Bitte schreiben Sie im Gästebuch über Ihre Erfahrungen.
Zum Gästebuch geht's HIER >>


HÖRGERÄTEBERATUNG KOSTENLOS - HIER ANMELDEN  ++ HÖRVERLUST UND SCHWERHÖRIGKEIT IM ZUSAMMENHANG MIT TINNITUS - KLICK HIER ++  SO HÄNGEN OHRENRAUSCHEN UND SCHWERHÖRIGKEIT ZUSAMMEN - MEHR ERFAHREN SIE HIER