Ohrenklopfen: Unbekannte Tinnitus-Auslöser

März 5, 2015

Ohrenklopfen und andere Tinnitus-Geräusche
werden nicht nur durch Lärm ausgelöst.

Andere, wenig bekannte Faktoren stellen eine genauso große Gefahr dar. Schließlich werden diese oft ignoriert und führen so im schlimmsten Fall zu einem chronischen Tinnitus, der ein Leben lang hält. Getreu der Weisheit, dass Vorsorge besser als Nachsorge ist, dienen die folgenden Zeilen zur Information über die wenig oder sogar für viele Menschen gänzlich unbekannten Auslöser von Ohrenklopfen, Pfeifen, Klingeln und Co.

Ohrenklopfen durch eine Geburt

In England macht seit einigen Wochen der Fall der Morgenshow-Gastgeberin Susanna Reid Schlagzeilen, die seit zehn Jahren von Ohrenklopfen und einigen anderen Tinnitus-Geräuschen begleitet wird. Bei ihr begann alles mit der Geburt ihres Sohnes Finn. Ihre Geschichte wirft ein Schlaglicht darauf, was bislang oft übersehen wurde: Geburten können einen Tinnitus wie z.B. ein Ohrenklopfen auslösen. Die Mediziner sind sich allerdings nicht sicher, was dabei konkret zu den Geräuschen im Ohr führt: Für z.B. ein Ohrenklopfen durch die Geburt könnte der Stress dabei ebenso verantwortlich zeichnen, wie die allgemeinen Lebensumstände. Reid gibt beispielsweise ihrer "schwierigen Arbeit" die Schuld.

Ohrenklopfen durch Zucker

Wer Süßspeisen mag, setzt sich erhöhten Gesundheitsrisiken aus. Dies weiß eigentlich jeder Mensch. Nur denkt man dabei an Übergewicht oder Diabetes, nicht aber an einen Tinnitus, der sich beispielsweise durch ein Ohrenklopfen äußert. Laut der Expertin Dr. Nancy Appleton, die in ihrem aktuellen Buch "Lick the Sugar Habit" die 75 größten Gesundheitsrisiken von Zucker aufgelistet hat, kommt dem Tinnitus hier sogar ein Platz in der Spitzengruppe zu. Anders ausgedrückt: Wer ein Ohrenklopfen oder eines der anderen gängigen Geräusche hört, konsumiert möglicherweise einfach zu viel Zucker. Das Problem dabei: Diese Art von Tinnitus wird chronisch. Die Forschung, wie sich beispielsweise ein Ohrenklopfen durch Zucker behandeln lässt, steckt noch in den Kinderschuhen. 

Depressionen können ein Ohrenklopfen auslösen

Allgemein bekannt ist, dass ein Tinnitus zu Depressionen führt. Weniger verbreitet ist allerdings, worüber "University Herald" jüngst berichtete: Auch die Gegenrichtung funktioniert. Eine Depression kann zu Ohrengeräuschen führen. Ein Ohrenklopfen ist dabei eines der gängigen Geräusche, das durch Panikattacken ausgelöst wird. Die Quelle bezieht sich auf eine Studie der Universität von Illinois, die zu einem interessanten und sehr einfachen Ergebnis kommt: Optimistische Menschen sind gesünder. Dass sich dies nicht nur auf die Seele bezieht, beweist der Tinnitus.

Falsche Medikamente führen zu Ohrengeräuschen

Ein Ohrenklopfen oder ein anderer Tinnitus kann zudem auch durch die Vergabe von falschen Medikamenten ausgelöst werden. Insbesondere solche Präparate, welche die Botenstoffe des Gehirns manipulieren sollen, sind besonders gefährlich. Allerdings kann man sich ein Ohrenklopfen, ein Rauschen oder ein Pfeifen im Gehörgang bedauerlicherweise auch sehr viel "einfacher" einfangen: Wenn zu viele Mittel gegeben werden, ist die Konsequenz möglicherweise nicht nur das sogenannte "Medikamentenfieber", sondern auch ein Tinnitus. Positiv dabei: Wenn sehr frühzeitig erkannt wird, dass z.B. das Ohrenklopfen durch die Vergabe von Medikamenten ausgelöst wurde, muss man diese einfach absetzen. Anschließend sollte das Ohrengeräusch wieder verschwinden. Personen, die bereits unter einem Tinnitus leiden oder in der Vergangenheit mit beispielsweise einem Ohrenklopfen zu kämpfen hatten, sollten dies thematisieren, wenn sie neue Medikamente bekommen. Wer für einen Tinnitus anfällig ist, reagiert auch intensiver auf einige Präparate.

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