Schwerhörigkeit und Tinnitus schließen in Bayern Beamtenstatus aus – News 014

Januar 12, 2016

In Bayern ist es zu einem Vorgang gekommen, der in ganz Deutschland Schlagzeilen machen dürfte

Einem 42-Jährigen, der unter Schwerhörigkeit und Tinnitus leidet, wurde die Verbeamtung verwehrt – und dies, obwohl der Berufsschullehrer für KfZ-Technik mit Hörgerät erstklassig hören konnte. Der Freistaat berief sich dabei auf ein HNO-Gutachten, das besagte, dass Patienten mit diesen Leiden den sogenannten "Störlärm" nicht hören könnten und sich ihr Zustand bald verschlimmern könnte. Diese Argumentation schien dem Freistaat allerdings nicht ausreichend zu sein. 

Rechtsextremes Foto gefälscht

Neben den gesundheitlichen Problemen führte Bayern auch noch "charakterliche Mängel" ins Feld. Passend dazu tauchte ein Foto im Internet auf, dass den 42-Jährigen in die rechtsextreme Szene rückte. Die Aufnahme war ganz offensichtlich gefälscht, der Lehrer war und ist seit Jahren Mitglied bei der Caritas, in der SPD und bei der Feuerwehr. Als die Manipulation nachgewiesen wurde, ließ der Freistaat diesen Vorwurf fallen, hielt aber an der Verweigerung der Verbeamtung fest – und bekam vor dem Verwaltungsgericht Recht. Als Ausgleich erhielt der 42-Jährige eine Lehrersteller als Angestellter – obwohl er durch Tinnitus und Schwerhörigkeit den Störlärm nicht hören kann und sich sein Zustand bald verschlimmern könnte, was dazu führte, dass seine Verbeamtung abgelehnt wurde. 

Betroffene von Tinnitus und Schwerhörigkeit finden unter diesem Link die Möglichkeit einer kostenlosen Beratung, die, wie gesehen, bedauerlicherweise nicht immer medizinischer Natur sein muss. 

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