Österreichische Luftwaffe zahlt Schmerzensgeld für Tinnitus – News 084

Dezember 12, 2016

Der österreichische Staat muss zweien seiner Bürger Schmerzensgeld bezahlen 

die durch ein Kampfflugzeug der eigenen Luftwaffe einen Tinnitus bekommen haben. Die Szene ereignete sich im Oktober 2014. Während eines Manövers über Innsbruck durchbrach ein defekter Eurofighter dicht über der Stadt die Schallmauer und verursachte einen Überschallknall, der durch die Beschädigung des Flugzeugs noch lauter als gewöhnlich war. In Innsbruck war der Vorfall lange Gesprächsthema. Zwei Einwohner der Stadt trugen mehr als nur eine unangenehme Erinnerung davon: Der Knall verursachte einen Tinnitus.

Anwalt erkämpft Schmerzensgeld

Ein Rechtsanwalt übernahm für die beiden Österreicher das Mandat und forderte vom Staat Schmerzensgeld. Tatsächlich musste dieser zahlen: Jeder der beiden Betroffenen bekam 1500 Euro. Bemerkenswert ist dieser Vorgang vor allem deshalb, weil er eine Klagewelle auslösen könnte: Viele Innsbrucker hatten angekündigt, dass sie ebenfalls Folgeschäden davongetragen hätten und den Staat verklagen wollten, sollten die beiden Tinnitus-Opfer tatsächlich Schmerzensgeld erhalten. Interessant dürfte der Urteilsspruch auch überregional aufgenommen werden: Es gibt zahlreiche Berichte von Personen, die Kampfflugzeuge als Auslöser für ihren Tinnitus nennen. Bislang lehnten die Staaten zumeist jede Haftung ab – dies wird sich nun vielleicht ändern.

Weitere Nachrichten rund um die Themen Tinnitus, Schwerhörigkeit, Forschung und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie unter:

Zufällig ausgewählter Artikel >>>

Falls Sie in meinen Newsletter noch nicht
angemeldet sind, Eintrag rechts oben! >>>

————————————————————————————————

Mehr zum Thema Tinnitus KLICK HIER >>>

Kommentare zu diesem Beitrag sind geschlossen.