Österreich: Streit um Wirkung der Infusionstherapie gegen Tinnitus – News 034

März 24, 2016

Wenn Menschen nach einer zu starken Lärmbelastung wie z.B.
durch ein Konzert unter einem Tinnitus leiden und zum Arzt gehen
,

verschreibt der meist eine Infusionstherapie. In Österreich ist unter Experten nun eine offene Diskussion darüber ausgebrochen, was bislang nur unter vorgehaltener Hand geäußert werden durfte: Die Frage, ob diese überhaupt etwas nützt? Martin Burian von der HNO-Abteilung der Barmherzigen Schwestern in Linz betont beispielsweise, die Wirksamkeit "sei schon etwas dürftig". Man sage den Patienten, es handele sich um einen Versuch. Es gebe keine Heilungsgarantie. Bei 70 bis 80 Prozent der Patienten würden sich die Probleme auch ohne Behandlung lösen. 

Gang zum Arzt trotzdem Pflicht

Wenig überraschend ist, dass die österreichischen Experten trotzdem nicht davon abraten, zum Arzt zu gehen. Im Gegenteil, der Arztbesuch sei Pflicht. So erklärt Andreas Lackner, HNO-Facharzt der Universitätsklinik Graz beispielsweise, dass die wenigsten Menschen zwar schwerhörig oder sogar taub durch derartige Lärmüberlastungen werden würden. Der Tinnitus drohe jedoch, chronisch zu werden. In der Fachsprache der Mediziner heißt dies, dass man Gefahr einer "dauerhaften Schädigung der Frequenzen im Hochtonbereich" laufe. 

Weitere Informationen über den Zusammenhang von Hörverlust und Tinnitus findet man hier:

Hörverlust und Schwerhörigkeit im Zusammenhang mit Tinnitus >>

Falls Sie in meinen Newsletter noch nicht
angemeldet sind, Eintrag rechts oben! >>>

————————————————————————————————

Mehr zum Thema Tinnitus KLICK HIER >>>

Kommentare zu diesem Beitrag sind geschlossen.