Neue Form der Schwerhörigkeit entdeckt – News 133

Januar 15, 2018

Forscher aus Göttingen haben eine neue Form der Schwerhörigkeit entdeckt

Das Hören werde dabei "müde", beschreiben die Wissenschaftler. Die neue Form der Schwerhörigkeit löst ein seit Jahrzehnten ungeklärtes Rätsel. Bei den Betroffenen helfen keine "normalen" Hörgeräte. Sie können leise Töne praktisch ebenso gut wie gesunde Menschen hören. Bei dieser Form der Schwerhörigkeit haben die Betroffenen Probleme, das gesprochene Wort zu verstehen. 

Neue Form der Schwerhörigkeit resultiert aus Otoferlin-Mangel

Die offizielle Diagnose für diese neue Form der Schwerhörigkeit lautet "auditorische Synaptopathie". Den Betroffenen mangelt es am Protein Otoferlin. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass die Signalübertragung von den Sinneszellen des Innenohrs zum Hörnerv gestört ist. Hierfür ist das Protein zuständig. Zum Verständnis eine Metapher: Ein Zug müsste bei jeder Fahrt 1000 Menschen von Bahnhof A zu Bahnhof B transportieren. Leider sind einige Waggons kaputt. Er kann deshalb nur 500 Menschen transportieren. Etwas kommt an, aber eben nicht genug. Wenn leise gesprochen wird, entspricht dies 500 Menschen im Bild. Bei lauteren Tönen reicht die Kapazität nicht.  

Die Wissenschaftler werden nun spezielle Hörhilfen entwickeln. Sie sollen bei dieser neuen Form der Schwerhörigkeit Abhilfe schaffen. Hoffnung könnte dies auch für Tinnitus-Patienten bedeuten. Viele Geräusche im Ohr resultieren aus sehr ähnlichen Problemen. 

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