Gemeinschaft hilft gegen den Tinnitus – News 075

Oktober 10, 2016

Die Deutsche Tinnitus Liga (DTL) hat eine Studie veröffentlicht, die zumindest teilweise stark umstritten sein dürfte 

Der nicht umstrittene Teil untermauert das, was bislang ohnehin schon vermutet wurde: Gemeinschaft (Freunde, Partner, Familie) hilft gegen den Tinnitus. Wer das Gefühl hat, nicht alleine zu sein, kommt mit den Geräuschen im Ohr sehr viel besser zurecht als die Personen, die sozial isoliert sind. Interessant wäre hier ein Kreuzvergleich gewesen, wie hoch der Anteil der nicht isolierten Personen unter den Tinnitus-Betroffenen ist, bei denen das Geräusch nach fünf bis zehn Jahren wieder verschwunden ist (30 Prozent aller Tinnitus-Betroffenen). Dieser blieb jedoch aus.

Der umstrittene Teil: Weghören lernen

Die DTL interpretiert ihre Studie allerdings auf eine Weise, die vermutlich Widerspruch erzeugen wird. Man solle "Weghören lernen" und nicht von einem Mediziner zum nächsten laufen, in der Hoffnung, dass man doch geheilt werde, heißt es hier. Auf diese Weise könne man "Zeit und Nerven sparen". Empfehlenswert sei es, dieses Lernen durch ein Retraining zu flankieren, um zu verhindern, dass die Geräusche im Ohr dekompensieren – also zu einer greifbaren physischen Bedrohung werden. Als Tinnitus-Betroffener fragt man sich doch, weshalb sich beide Varianten ausschließen müssen.

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