25.000 Euro-Klage: Sind Shops für einen Tinnitus haftbar? – News 051

Juni 23, 2016

Kann man eine natürliche oder eine juristische Person vor Gericht dafür zur
Verantwortung ziehen, dass man durch sie an einem Tinnitus erkrankt ist?

Mit dieser Frage muss sich jetzt ein britisches Gericht auseinandersetzen. Eine Frau hat den Betreiber eines Musikgeschäfts auf umgerechnet etwa 25.000 Euro-Schadenersatz verklagt. Sie habe sich einen Tinnitus in seinem Laden zugezogen, als dieser ein großes Becken geschlagen habe, heißt es zur Begründung.

Klage-Aussichten sind nicht sehr gut

Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas versucht wird. Und in den wenigsten Fällen entschieden die Richter für den Tinnitus-Patienten. Da es sich zumeist um subjektiv wahrgenommene Ohrgeräusche handelt, ist schlicht nicht zu beweisen, dass der Tinnitus nicht schon zuvor bestand. Daher gilt der Grundsatz: "Im Zweifel für den Angeklagten". Im vorliegenden Fall ist es sogar noch deutlicher: Würden die Richter der Frau folgen, bestimmten sie dadurch zugleich faktisch auch, dass der Besitzer des Musikgeschäfts seine Instrumente nicht mehr vorführen dürfte – was eine nicht zumutbare Behinderung seines Geschäftsbetriebs wäre. Die Klage der Frau verdeutlicht deshalb vor allem eins: Es gibt für Personen, die unter einem Tinnitus leiden, in solchen oder ähnlichen Fällen ein immenses Gerechtigkeitsproblem. Eine Lösung ist vorerst nicht in Sicht.

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