Knistern im Ohr: Ursachen und Heilungsmöglichkeiten

November 14, 2013

Wer unter einem Knistern im Ohr leidet, kann die Ursachen oft sehr einfach
kurieren. Allerdings sollte man schnell handeln, um ernste Folgen zu vermeiden 

Die möglichen Ursachen für ein Knistern im Ohr

Wer zum ersten Mal ein Knistern im Ohr hört, denkt meist an einen Tinnitus. Im Idealfall begibt man sich sofort zum HNO-Arzt, der das Knistern im Ohr untersuchen soll, um zu verhindern, dass aus einem akuten Tinnitus eine chronische Ausprägung wird. Die gute Nachricht ist: Die Ärzte stellen sehr häufig fest, dass die Ursachen für das Knistern im Ohr weitgehend harmlos sind und oft sehr einfach kuriert werden können.

Der Ton entsteht in der Regel dadurch, dass das Trommelfell angespannt ist. Dies geschieht meist, wenn sich etwas auf auf diesem abgesetzt hat. Dabei kann es sich um eine Flüssigkeit oder auch nur um ein Haar handeln. Man sollte deshalb bei einem Knistern im Ohr erst einmal einen Selbsttest machen: Man bewegt den Kopf in Richtung der Schulter, die beim betroffenen Ohr liegt. Nun beginnt man damit, leicht mit dem Hals zu rotieren – auf keinen Fall schnell! Verändert sich das Knistern im Ohr zu einem Rauschen im Ohr, ist es eine Flüssigkeit. Hält man den Kopf lange genug in dieser Position (nicht länger als zehn Minuten), fließt diese in der Regel von selbst ab. Das Problem ist gelöst.

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Verursacht ein Haar oder ein Gegenstand vergleichbarer Größe das Knistern im Ohr, ist der Besuch beim Arzt verpflichtend, denn dieser kann es gefahrlos entfernen. Eine sofortige Linderung der Geräusche bringen Nasentropfen. Noch besser ist es allerdings, wenn man zu Ohrentropfen greifen kann, denn durch diese vermeidet man die Gefahr der körperlichen Abhängigkeit. Wenn der Arzt den Gegenstand ohne Probleme lokalisieren kann, wird er versuchen, diesen durch Schaum oder einen gezielten Luftzug zu entfernen. Dies ist zwar unangenehm, allerdings ist das Knistern im Ohr anschließend beseitigt.

Der komplizierte Fall: Die Ursache für das Knistern im Ohr ist nicht sofort zu finden

Schwieriger wird es, wenn die Gründe für das Knistern im Ohr nicht sofort auffindbar sind. Viele Mediziner setzen in einem solchen Fall gerne einen ganzen Marathon an Tests an. Diese reichen vom Röntgen des Ohres bis zu Operationen. Oft sind derartige Maßnahmen aber noch überflüssig. Die Erfahrung zeigt, dass dieser Tinnitus, der chronisch wird, wenn man nicht rechtzeitig gegen ihn vorgeht, vom Rohr zwischen Rachen und Ohr stammt. Hier gibt es ein Problem mit dem Innendruck, welches für das Knistern im Ohr sorgt. Auch hier können Tropfen helfen. Andere Medikamente haben sich allerdings als wenig nützlich erwiesen. Die Wahrheit ist, dass die Schulmedizin bei diesem Knistern im Ohr nur wenig Rat weiß.

Knistern im Ohr: Es gibt auch für Betroffene mit chronischem Tinnitus Hoffnung

Verzweifeln müssen aber auch in diesem Fall selbst die Personen nicht, bei denen das Knistern im Ohr mittlerweile chronisch geworden ist. So berichtet das Ärzteblatt (http://www.aerzteblatt.de/archiv/137200/Chronischer-Tinnitus-eine-interdisziplinaere-Herausforderung), das unverdächtig ist, Schulmedizin kritisch zu sehen, man können eine solche Form des Tinnitus durch eine gezielte auditorische Stimulation zumindest wirksam reduzieren. Die Patienten hören für sie angenehme Töne, welche das Knistern im Ohr überdecken. Ebenfalls wirksam sind zudem verschiedene Entspannungstechniken, die den ganzen Körper beruhigen und ausgleichen. Dies setzt sich bis in das Ohr fort und löst das Druckproblem. Allerdings kehrt das Knistern im Ohr zurück, wenn die Entspannung verloren geht. Die Techniken müssen deshalb regelmäßig und diszipliniert durchgeführt werden. Damit ist diese Liste längst nicht vollständig, sondern soll nur eins verdeutlichen: Auch ein chronischer Tnnitus, der sich als Knistern im Ohr äußert, ist nicht zwangsläufig ein lebenslanges Schicksal.

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{ 2 Kommentare… sie unten lesen oder einen hinzufügen }

Model und Mama Januar 2, 2016 um 12:10 Uhr

Danke für den hilfreichen Artikel. Ich hatte (habe) dummerweise über die Feiertage ständig so ein "Ohrenrauschen" in Verbindung mit starkem Husten. Leider kann ich erst Montag zum HNO gehen und bin froh, dass alles laut diesem Artikel wohl eher harmlos ist. Sicher kann der Doc dann helfen .. bin froh wenn ich dann endlich da bin.

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Lutzl Januar 3, 2016 um 09:22 Uhr

Freut mich sehr, dass ich helfen konnte. Bitte empfehlen Sie mich weiter. LG Lutzl

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