IFA 2016: Hörgeräte als intelligente Einflüsterer im Alltag

September 15, 2016

Hörgeräte waren die heimlichen Stars auf der IFA 2016, sie
stehen dicht davor, zu intelligenten "Einflüsterern" zu werden

Alle Hersteller präsentierten neue Hörgeräte, die sich im Rahmen des Internets der Dinge mit anderen Maschinen des alltäglichen Gebrauchs verbinden lassen. Die Vision der Produzenten der Hörgeräte trat dabei deutlich zutage: Überall sollen Computer erkennen, dass sich ein Träger einer smarten Hörhilfe nähert und in der Lage sein, ihm bestmöglich zu helfen. Die IFA bewies dabei eindrucksvoll, dass die Hersteller der Hörgeräte bereits jetzt die nötige Technologie bereitstellen können. Was fehlt, ist das Bewusstsein "auf der anderen Seite" – beispielsweise bei den Produzenten von Bahnfahrkarten-Automaten.

Intelligente "Einflüsterer": Das Beispiel der Hörgeräte und Bahnfahrkarten-Automaten

Das Beispiel der Bahnfahrkarten-Automaten dient auf der IFA als Exempel, um die Vision der Zukunft der Hörgeräte zu beschreiben. Der Automat erkennt, dass ein Hörgeräte-Träger ein Ticket zieht. Er merkt sich die Verbindung. Auf das Hörgerät werden dem Fahrkarten-Käufer das Gleis und die Abfahrtszeit durchgesagt. Gleiches gilt für eine etwaig gebuchte Reservierung eines Sitzplatzes. Sollte sich die Abfahrtszeit oder die Wagenreihung ändern, erhält der Hörgeräte-Träger diese Information ebenfalls "eingeflüstert". 

Dieses technische Prinzip, so wurde auf der IFA weiter gezeigt, lässt sich auch auf zahlreiche andere Lebensbereiche übertragen: Den Flughafen, die S-Bahn-Station oder auch das Museum, in dem die Hörgeräte genutzt werden, um Informationen zu den einzelnen Ausstellungsstücken zu übermitteln. 

Siri, Cortana oder Google Now als "Einflüster"-Stimmen der Hörgeräte 

Die Hersteller der Hörgeräte haben auch daran gedacht, dass es ein gigantischer Aufwand wäre, all diese Informationen von Menschen einsprechen zu lassen. Tatsächlich stehen in Gestalt der Smartphone-Sprachsteuerungsassistenten Siri (iPhone), Cortana (Windows) oder Google Now (Android) bereits technische Lösungen bereit. Diese Systeme können Texte erkennen und in Sprache übersetzen. Die modernen Hörgeräte müssen deshalb nur mit einem Smartphone verbunden werden. Hier arbeitet eine App bzw. Anwendung, die dem Smartphone sagt, was an das jeweilige Hörgerät weitergegeben werden soll. 

Dieser Einsatz der Hörgeräte in Kombination mit Smartphones ist zugleich auch Beispiel für einen immer stärker werdenden Trend: In Zukunft sollen die Hörhilfen vornehmlich über die intelligenten Telefone gesteuert werden. Die Streamer, die niemand schätzt, weil sie ständig herumgetragen werden müssen, sind Auslaufmodelle. Erste Kinder-Hörgeräte die ganz auf sie zu Gunsten des Smartphones verzichten können, sollen bald auf den Markt kommen. 

Neue Gadgets für die intelligenten Hörgeräte

Dafür werden andere Gadgets entwickelt, die von den neuen Möglichkeiten intelligenter Hörgeräte profitieren können. So war auf der IFA beispielsweise ein spezielles Mikrofon zu sehen, das viel Potenzial besitzt. Es hat etwa die Länge eines Laserpointers. Das Mikrofon erkennt, ob es am Ohr getragen oder beispielsweise auf einen Tisch gelegt wird. Im zweiten Fall dient es als Tischmikrofon und überträgt die Geräusche von jenem an die Hörhilfe im Ohr seines Benutzers. Auf diese Weise sollen Hörgeräte in der Lage sein, auch Konversationen mit vielen Beteiligten, die durcheinander sprechen, zu übertragen. Es würde ein Problem lösen, mit dem Schwerhörige schon seit geraumer Zeit kämpfen. Hörgeräte würden auf einmal für den Einsatz in der Schule oder auf der Arbeit wesentlich alltagstauglicher. 

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