Hörtraining gegen Schwerhörigkeit: Das passiert dabei

Juni 15, 2017

Ein Hörtraining macht bei praktisch allen Hörstörungen Sinn 

Ganz gleich, ob es sich um Tinnitus, Schwerhörigkeit oder z.B. Hyperakusis ("Überempfindlichkeit gegen Töne oder bestimmte Schallwellen") handelt. Häufig zögern Betroffene jedoch, ein Hörtraining zu absolvieren. Ihnen ist nicht klar, was dabei eigentlich geschieht. Sie zweifeln, ob es tatsächlich helfen kann. Beispielhaft wird ein Hörtraining gegen Schwerhörigkeit erläutert. Dieses zeigt, dass der Aufwand vergleichbar gering ist. Der Nutzen fällt dabei umso höher aus. Das Training für das Gehör muss allerdings individuell konzipiert werden. Die Hilfe eines Spezialisten ist deshalb unverzichtbar. In der Regel sind es Hörakustiker, die Ihnen helfen, Ihr Gehör zu schulen.

Hörtraining stellt den Hörfilter wieder her

Menschen mit einem gesunden Gehör verfügen über einen Hörfilter. Nur die relevanten Geräusche werden bewusst wahrgenommen. Der Rest wird ausgeblendet. Tatsächlich nehmen gesunde Menschen nur 30 Prozent der sie umgebenden Geräusche wahr. Die Atmung, der Herzschlag oder vertraute Umgebungsgeräusche werden beispielsweise ausgeblendet. Erkrankt das Gehör, verkümmert dieser Hörfilter. Personen mit Hörgerät haben deshalb anfangs meist große Probleme. Sie nehmen alle Geräusche gemeinsam wahr. Hiergegen hilft das Hörtraining. Durch dieses werden die Geräusche getrennt und kategorisiert. Als Vergleich: Sie haben ein Buch voller Informationen vor sich. Alle sind bedeutend, jedoch nicht gleich wichtig. Das Hörtraining hilft Ihnen, die wichtigsten Informationen zu finden. 

Der Hörakustiker erstellt ein individuelles Hörtraining

Das Hörtraining beginnt beim Hörakustiker. Jener erstellt ein individuelles Hörprofil. Hierfür wird ein umfassender Hörtest durchgeführt. Dadurch stellt der Spezialist fest, welche Geräusche Sie stark wahrnehmen und welche nicht. Außerdem findet der Experte heraus, ob sich bestimmte Schallwellen in Ihrem Gehör überlappen, die Sie eigentlich getrennt wahrnehmen müssten. Diese Daten sind übrigens nicht nur für das Hörtraining relevant. Sie helfen auch dabei, ein passendes Hörgerät zu finden. Moderne Geräte können ihrerseits bereits filtern, wenn sie passend eingestellt werden. Auch hierfür ist das Hörprofil wichtig. 

Hörtraining: 1 bis 2 Stunden zeitlicher Aufwand pro Tag

Der Hörakustiker stellt eine CD oder Computerdatei mit spezifischen Geräuschen für Ihr Hörtraining zusammen. Einige Anbieter stellen Ihnen die Datei auch online zur Verfügung. Dies hat den Vorteil, dass Sie Ihr Hörtraining auch unterwegs durchführen können – solange Sie eine Internetverbindung mit Ihrem Smartphone haben. Der zeitliche Aufwand für das Hörtraining differiert je nach Hörprofil. Durchschnittlich müssen Sie 1 bis 2 Stunden pro Tag einplanen. Schwerhörige absolvieren das Hörtraining in der Regel mit ihrem Hörgerät. 

Vom anfänglichen Hörstress nicht entmutigen lassen

Das Hörtraining wird zumeist in stiller Umgebung mit Kopfhörern absolviert. Es kann aber auch andere Szenarien geben. Dies hängt von Ihrem Hörprofil und Ihren individuellen Erfordernissen ab. Zu Beginn Ihres Hörtrainings müssen Sie mit einem besonderen Phänomen rechnen: Hörstress! Das Hörtraining verlangt große Konzentration. Bewusst müssen Sie Geräuschimpulsen lauschen, die Sie nur schlecht wahrnehmen. Dies wird schnell sehr anstrengend. Es ist wichtig, dass Sie sich davon nicht entmutigen lassen. Das Hörtraining ist wie jede andere Übung auch. Am Anfang ist es schwierig. Im Laufe der Zeit wird es spürbar leichter. Bereits nach einer Woche sollten Sie deutlich entspannter während der Hörübungen sein. 

Melden Sie sich jetzt zur kostenlosen Hörgeräte-Beratung, um eine Hörhilfe zu finden, die Ihr Hörtraining möglichst effektiv unterstützt. Siehe rechte Seite weiter unten!

Falls Sie in meinen Newsletter noch nicht
angemeldet sind, Eintrag rechts oben! >>>

————————————————————————————————

Mehr zum Thema Tinnitus KLICK HIER >>>

{ 0 Kommentare… jetzt einen hinzufügen }

Einen Kommentar hinterlassen