Hörgerät hält Verstand im Alter fit

Mai 15, 2016

Wie eine aktuelle US-Studie beweist,
hält ein Hörgerät den Verstand im Alter fit

Die mentalen Fähigkeiten der Probanden, die eine entsprechende Hörhilfe nutzten, waren weitaus besser als die, die ohne Hörgerät ihren Alltag meistern mussten. Die Wissenschaftler haben unterschiedliche Erklärungen für dieses Ergebnis gefunden. Einig sind sie sich jedoch in der Schlussfolgerung: Wer unter Schwerhörigkeit leidet, sollte unbedingt ein Hörgerät tragen. Die Vorteile reichen deutlich über die verbesserte Hörfähigkeit hinaus.

Hörgerät wirkt geistigem Abbau entgegen 

Die zitierte Studie wurde an der Columbia University in New York durchgeführt und im American Journal of Geriatric Psychiatry veröffentlicht. Die Forscher hatten die geistige Fitness von 100 Senioren im Alter zwischen 80 und 99 Jahren untersucht, die unter Schwerhörigkeit leiden. 34 Personen verwendeten regelmäßig ein Hörgerät. Dieser Anteil war höher als der entsprechende Wert in der Gesamtbevölkerung: Mehr als 50 Prozent der Menschen, die älter als 75 sind, leiden unter Schwerhörigkeit. Ein Hörgerät verwenden jedoch nur weniger als 15 Prozent. Dabei sollten sie auf eine entsprechende Hilfe nicht nur deshalb setzen, um wieder besser zu hören, wie die Studie zeigt, sondern: Bei kognitiven Tests schnitten die Personen mit Hörgerät drastisch besser ab. Die Forscher sind deshalb sicher, dass die Hörhilfen dem geistigem Abbau entgegenwirken. 

Hörgerät als Schutzschild gegen Demenz?

Die Wissenschaftler gehen sogar noch einen entscheidenden Schritt weiter: Die Ergebnisse der Probanden mit Hörgeräten waren in einem derart hohen Ausmaß signifikant besser, dass die Hörhilfen sogar ein Schlüssel gegen Demenz sein könnten. Hierfür seien zwar noch weitere Forschungen notwendig, um zu lernen, wie man die Hörgeräte richtig einsetzen müsse, so die Wissenschaftler. Grundsätzlich sei man jedoch optimistisch, dass die Hörhilfen dauerhaft als Schutzschild gegen Demenz wirken könnten. Man sei sich schon jetzt sicher, dass ein Hörgerät in jedem Fall eine einsetzende Demenz verlangsame. Ältere Personen würden durch die Technik befähigt, weiterhin an Gesprächen teilzunehmen. Dies halte den Verstand fit. 

Das Hörgerät und der Verstand: Zwei Erklärungsansätze 

Warum wirkt sich ein Hörgerät aber positiv auf den Verstand aus? Die Wissenschaftler bieten zwei Erklärungsansätze. Der erste ist neurologischer Natur: Dadurch, dass weiterhin starke Signale an das Gehirn geleitet werden, bleibt dieses beschäftigt. Im Prinzip verhalte es sich wie ein Muskel, der Training benötigt. Das Hörgerät sorgt in diesem Fall dafür, dass der Muskel "Gehirn" weiterhin regelmäßig seine Übungen erhält. 

Der zweite Ansatz ist psychologischer Natur: Die negativen Auswirkungen von Schwerhörigkeit sind bereits umfassend untersucht. Schon lange ist bekannt, dass Personen, die kein Hörgerät tragen, eine zunehmende Isolation erleben. Sie verfallen schließlich in die Depression. Der Teufelskreis dreht sich immer weiter. Die einsetzende Demenz wird hierbei als eine Art Schutzmechanismus des Gehirns aufgefasst. Der Verstand trübt sich ein, damit die Person nicht länger die Leiden der Depression erdulden muss. Das Hörgerät setzt nun genau hier ein. Es verhindert, dass es überhaupt zur Isolation kommt. Depression und Demenz scheiden aus. Die mentalen Fähigkeiten werden bewahrt. 

Es ist davon auszugehen, dass beide Erklärungsansätze gemeinsam Gültigkeit haben. Das Hörgerät ist sowohl neurologisch wie auch psychologisch vorteilhaft für den Verstand. Sie als Leser sollten deshalb ebenfalls davon profitieren. Wenn Sie bislang noch kein Hörgerät tragen oder mit Ihrem unzufrieden sind, sollten Sie reagieren. Melden Sie sich HIER zu einer kostenlosen Hörgeräteberatung an! >>>

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