Gästebuch

November 21, 2013

Nutzen Sie die Möglichkeit, durch Ihren Eintrag ins Gästebuch konstruktiv an der Diskussion um das Thema Tinnitus und Schwerhörigkeit teilzunehmen. Informieren Sie sich auf unserer Website und helfen Sie anderen Betroffenen, in dem Sie eigene Erlebnisse mit Tinnitus und Schwerhörigkeit schildern.
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(14) Katherina Steffen
Mo, 4 Dezember 2017 22:11:59 +0000
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Hallo Lutzl, ich wollte noch etwas wichtiges zu meinem Beitrag ergänzen: ich schrieb ja von dem Brumm-Tinnitus bestehend aus einzelnen tiefen Tönen, der auch kreislaufabhängig ist. Während des Essens hab ich meist Ruhe,weil das Kauen den/die Töne vertreibt, aber auch nicht immer. Als Ursache der Töne scheint das Arbeiten am Computer ein wichtiger Faktor zu sein - immer im Urlaub wird es nach einigen Tagen echt besser, und das liegt nicht nur an weniger Stress, denn mein Job ist nicht stressig. Ich hab es ja nur auf dem rechten Ohr, und bin Rechtshänder. Und arbeite meist den ganzen Tag am Computer, seit einigen Jahren nur noch mit Kopfhörer und Musik. Der Tinnitus entwickelte sich nach dem Schreiben meiner Abschlussarbeit fürs Studium - da hätte ich unbedingt Urlaub nehmen müssen, hatte aber keinen mehr übrig. Wollte mich blöderweise nicht krankschreiben lassen, weil mich das Geräusch anfangs auch nicht gestört hat. Mein Bruder konnte seinen beginnenden Tinnitus vollständig zum Verschwinden bringen, indem er bei jedem Auftreten sofort seine Arbeit unterbrochen und Pause gemacht hat, Spazieren gegangen ist oder Tee getrunken hat. Es ist schön, wenn man nett zu sich selbst sein kann und nicht immer meint, alles auf seine Kappe nehmen zu müssen - kann ich nur empfehlen!

Liebe Kathrina,
danke nochmals für Deine Zeilen und die hilfreichen Tipps. Die Ebooks habe ich Dir ja inzwischen gesendet. Ich denke, die Lektüre wird für Dich interessant sein.


Lieben Gruß
Lutzl



Gravatar (13) Katherina Steffen
Mo, 27 November 2017 23:30:16 +0000
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Hallo Lutzl, habe mich heute auf Ihrer Website herumgetrieben - beeindruckend, was Sie alles an Informationen zusammengetragen haben. Ich bin auf der einen Seite in der glücklichen Position, einen mehrjährig andauernden Pfeiftinnitus auf beiden Ohren losgeworden zu sein. (Obwohl sie in der Tinnitus-Tagesklinik gesagt haben, das ginge nicht.) In wenigen Worten: ich habe so ein Piepsgerät, das Mücken vertreiben und angeblich für menschliche Ohren unhörbar sein soll. Haha, sag ich da nur, doch das Teil hat mir gute Dienste geleistet - einfach nachts rein damit in die Steckdose, und dann war ich den Stress los, weil ich nicht darüber nachdenken musste, ob das Pfeifen aus meinem Ohr oder von außen kam. Es war nicht mehr zu unterscheiden. (Vorher hätte ich nie mit so einem Pfeifen im Raum schlafen können, aber mit Tinnitus war das plötzlich angenehm.) Also den Stress war ich schon los, dann habe ich noch wegen akuten starken Rücken- und Nackenschmerzen das Rucksacktragen sein gelassen und mir einen auf Rollen gekauft, und zu meiner großen Überraschung verschwand der Tinnitus 2011. Aber geblieben ist leider der Brumm-Tinnitus in meinem rechten Ohr. Und der nervt mich immer mehr, weil es kein Dauerton ist, den man lernen kann, zu überhören, sondern ein ständiges An und Aus, wenn er da ist. Ich arbeite nur noch mit Kopfhörer (Computerarbeit) und nachts schlafe ich mit iPad im Bett, aus dem Rauschen kommt. Aber auch das hilft nicht mehr so gut, manchmal höre ich den Brumm trotzdem. (Schätzungsweise liegt der etwas über 80 Hz.) Es strengt an, ständig Input zu haben, aber ohne gerate ich in totalen Stress. Meine Amygdala ist bisher jedenfalls nicht in der Lage, die negativen Emotionen rauszufiltern; das schaukelt sich immer mehr auf. Beim Hörgeräteakustiker hieß es auch, tiefe Töne können nicht überdeckt werden. Die sehr häufige Beschallung macht auch Ohrenschmerzen, wobei ich darauf achte, es nicht zu laut zu machen; aber wenn ich den Brumm trotzdem noch höre, mache ich lauter! :( Sport: danach geht mein Blutdruck runter und es brummt erst recht. Jede körperliche Anstrengung verstärkt es eher; schon beim Bücken macht es sich bemerkbar. ich werde dann bald mal zum Arzt gehen, und nehme jetzt mal ein Weilchen Magnesium, aber einstweilen wäre ich für Tipps dankbar...

Antwort:


Liebe Katherina,
vielen Dank für Deinen Eintrag und Deine wertvollen Hinweise. Einstweilen sende ich Dir die beiden E-Books über Tinnitus.


Lieben Gruß
Lutzl



Gravatar (12) Anna
So, 30 Oktober 2016 11:52:27 +0000
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Hallo Lutzl! Ich habe seit inwzischen 4 Jahren einen Tinnitus auf dem rechten Ohr, der Stressbedingt entstand. Vor etwa 2 Jahren kam ein zweiter auf dem rechten Ohr dazu. Weniger laut, aber er blieb. Ich habe verschiedene Dinge ausprobiert, jedoch ohne wirklichen Erfolg. Akkupunktur half einigermaßen. Jedoch kam der größte Erfolg als ich ein Jahr im Ausland war. Durch die Entspannung auf der Reise verschwand der Tinnitus rechts quasi komplett und links war er sehr leise. Sobald ich zurück im Alltag war, kam beides wieder, wie zuvor. Das deprimierte mich sehr, zeigte mir aber endgültig, dass ich mein Leben ändern muss um Stress nachhaltig abzubauen. Ich mache jetzt eine Therapie, lerne Entspannungtechniken und hoffe, dass diese Dinge dauerhaft helfen. Zusätzlich habe ich jedoch schon lange Probleme mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten, und die Probleme mit meinem Magen/Darm schlagen mir irgendwie auch aufs Ohr, hab ich das Gefühl. Akut habe ich wieder größere Probleme damit. Vergangene Nacht wachte ich aufgrund eines lauten, neuen Ohrgeräusches rechts auf und konnte kaum mehr einschlafen. Es war sehr durchdringend und war auch am Morgen noch da. Es ist zwar aushaltbar, aber eindeutig ein anderes Geräusch als bisher. Ich weiß nicht so richtig, was nun das Beste wäre zu tun. Okay, Ruhe, Entspannung..aber sonst irgendwelche Sofortmaßnahmen? Bei den anderen beiden Geräuschen waren die Ratschläge der Ärzte meist vollkommen sinnlos. Irgendwo hab ich mal gehört dass eine Infusion im Krankenhaus als Sofortansatz in den ersten 24 Stunden nützlich ist? Aber ich hab auch keine Ahnung was für eine Infusion das sein soll... Freue mich über deine Meinung! Anna

Liebe Anna,
dann der Reihe nach. Ja, Infusionen im Krankenhaus können nützlich sein. Manchmal entsteht ein Tinnitus durch einen Nährstoff-Mangel, den eine Infusion beseitigen kann. Aus der Ferne lässt sich das natürlich nicht abschließend beurteilen, allerdings klingen Deine Äußerungen bezüglich Deiner Nahrungsmittelunverträglichkeiten durchaus so, als könnte es etwas in diese Richtung sein.
Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten solltest Du unbedingt medizinisch abklären lassen. Selbst dann, wenn diese nicht direkt für Deinen neuen Tinnitus verantwortlich sein sollten, bereiten sie Dir großen Stress - und wohin dieser bei Dir führt, hast Du ja schmerzlich erfahren müssen.

Welche Töne macht der neue Tinnitus? Ist es ein Rauschen? Dann gibt es die Chance, dass es vom Blutdruck kommt - das würde auf Stress hindeuten.

Eine sorgenvolle Bemerkung zum Schluss: Deine Einlassungen klingen so, dass Du Gefahr läufst, Dich in ein gedankliches Gefängnis zu begeben. Du lernst Anti-Stress-Maßnahmen und Entspannungstechniken, scheinst aber sofort sehr gefrustet zu sein, wenn etwas schief läuft. So gut ich dieses Gefühl auch nachvollziehen kann, so groß ist dennoch die Gefahr, dass aus dem Frust ein so großes Problem entsteht, dass es umwirft, was Du bereits erreicht hast. Sprich darüber vielleicht in der Therapie. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen!


LG Lutzl



(11) Ale
Di, 14 Juni 2016 21:11:12 +0000
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Guten Tag Herr Lutzl Ich habe seit Anfang meiner Pubertät einen Tinnitus. Also seit ca. 15 Jahren. Er ist eigentlich immer da. Es ist mehr ein Geräusch als ein Ton und eher hoch. Ziemlich schwierig zu beschreiben. Aber trotzdem gut, es zu erzählen. Ich war auch schon in Akupunktur-Behandlung und es hiess, der Tinnitus sei stressbedingt. Leider habe ich noch keine Taktik gefunden, um die Situation zu akzeptieren oder den Tinnitus zu besiegen. Meinen Sie es ist möglich Tinnitus zu heilen? Liebe Grüsse Ale

Antwort: Heilen, lieber Ale, vielleicht nicht - aber mindern. Fordere mein Buch, rechts in der Sidebar, an! LG Lutzl



(10) Andreas
Do, 14 April 2016 19:23:58 +0000
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Hallo Lutz, vielen dank für diese Möglichkeit der Darstellung meines Problems. Es ging vor ca. 4 Wochen los. Wenn ich in der Küche den Wasserhahn angemacht habe, hörte ich im linken Ohr kurzzeitig ein Knistern und Knacken, dem habe ich erst mal keine weitere Bedeutung beigemessen. Dann hörte das nicht auf und es trat auch mal bei Toilettenspülung oder Brotpapier oder Silberpapier auf , es war immer ein Knistern und Knacken im Ohr zu hören, teilweise erweiterte es sich dann auf manche Geräusche bei einem Gespräch, manchmal hatte ich dann auch ein Druckgefühlt auf dem linken Ohr und ich machte oft einen Druckausgleich. Am Anfang hatte ich auch das Gefühl, dass es dadurch besser werde, jetzt jedoch ist es schlimmer geworden, ich habe dieses Knistern und Knacken fast ständig auch in Ruhe und bei gewissen Geräuschen wird es immer verstärkt .....wie lautet Deine Fachmeinung dazu, was glaubst Du woher es kommt? Was würdest du empfehlen? Freue mich auf deine Antwort

Antwort: Vielen Dank für Deine Frage, Andreas! Knistern und Knacken sind zwei typische Geräusche im Ohr, bei denen Du schnell zum HNO-Arzt gehen solltest. Denn Knistern und Knacken sind typische Anzeichen dafür, dass sich etwas auf Deinem Trommelfell abgesetzt hat. Der Mediziner kann dies sehen. Spontan klingen Deine Beschreibungen über Dein Knistern und Knacken genau danach: Bestimmte Geräusche reizen Deinen Tinnitus (das Knistern und Knacken), zudem hast Du Probleme mit dem Druckausgleich. Du solltest nicht zu lange warten. Was passiert, wenn ein Knistern und Knacken, das da herrührt, dass sich etwas auf Deinem Trommelfell absetzt, nicht behandelt wird, erfährst Du derzeit: Es wird immer schlimmer. Irgendwann wird vermutlich ein Loch in Deinem Trommelfell entstehen. Gerne erläutere ich Dir kurz, wie das Knistern und Knacken entstehen: Das Knistern ist vermutlich das Objekt, das sich auf Deinem Trommelfell abgesetzt hat. Wenn bestimmte Schallwellen von Geräuschen (z.B. das Wasser vom Hahn) auf Dein Gehör treffen, wird das Trommelfell gereizt. Es schwingt. Das Objekt wird in Bewegung versetzt, was das Knistern auslöst. Ganz so, als würdest Du mit einem Gegenstand über Papier fahren. Genauso geht es auch weiter: Das Trommelfell spannt sich an und verbiegt sich. Das Knistern und Knacken wird schlimmer. Nun speziell zum Knacken: Durch den Fremdkörper und die gespannte und verbogene Oberfläche des Trommelfells entstehen Druckausgleich-Probleme. Diese äußern sich durch das Knacken. Wenn Du einen Fremdkörper auf Deinem Trommelfell hast, den der Arzt findet und entfernen kann, sollten Knistern und Knacken einfach wieder verschwinden. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen! Lieben Gruß von Lutzl



(9) Iraj
Mi, 1 Oktober 2014 09:16:48 +0000
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Sehr geehrter Hr. Lutzl,
ich danke Ihnen fuer Ihre Beiträge. Ich lese immer diese und beutze ich die einzelnen Punkte. Ich lebe zur Zeit im Iran und nutzte die Angabe von meiner Tel-Nr. nicht.


Ich habe seit fast 1.5 Jahren Tinnitus. Das hat einfach in der Nacht angefangen. Ich war bei verschiedenen Ärzten . Man hat festgestellt, dass mein Tinnitus auf meine Schwerhörigkeit zurückzuführen ist. Ich trage jetzt Hörgeräte.

Meine Frage an Sie: Mein Tinnitus ist am Tage ertragbar und ich kann gut einschlafen . Aber wenn ich in der Nacht aufstehe, höre ich ein Geräusch auf meinem linken Ohr. Das stört mich sehr. Wenn ich am Tage kurz (paar Minuten) einschlafe , dann fängt der Geräuch wieder an, vergeht aber nach viertel Stunde. Könnten Sie mich beraten und helfen?
MfG Iraj


Lieber Iraj,
das beschriebene Problem ist leider sehr häufig. Das Gehirn hat eine Sortierungsfunktion: Wenn man wach ist, konzentriert es sich auf die wichtigen Alltagsgeräusche und blendet den Tinnitus weitgehend aus. Kommt man zur Ruhe, ist eben nur noch der Tinnitus da und man hört ihn. Sie schreiben, dass Ihre Ohrengeräusche mit Schwerhörigkeit zusammenhängen. Verschiedene Studien zeigen, dass sogenannte "CI-Systeme" sehr gute Wirkung zeigen. Die Cochlea-Implantate müssen hierfür genau angepasst werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt (und ohne passende Versicherung teuer ist).

Eine andere Möglichkeit ist es, das Gehirn abzulenken. Man spielt in der Nacht beispielsweise eine CD mit Naturgeräuschen ab, welche das Gehör beschäftigt, den Rest des Körpers aber dennoch zur Ruhe kommen lässt. So lautet zumindest die Theorie. Bei manchen Personen klappt das Verfahren, bei anderen nicht. Sie sollten es testen. Alternativ bietet sich auch harmonische Musik an, die auf Gesang verzichtet. Wenn es im Raum nicht klappt, können Sie versuchen, diese über Kopfhörer zu hören und damit direkt auf das Gehirn einwirken zu lassen. Ich hoffe, dass einer der Tipps Ihnen helfen kann.
Liebe Grüße aus Deutschland
Lutzl



(8) Stefan
Do, 7 August 2014 19:40:58 +0000
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Hallo Lutzl, zunächst auch von mir ein Danke für die Einrichtung Deines Forums/Gästebuches. Ich denke, es ist gut, sich so mit anderen Betroffenen austauschen zu können. Ich habe bereits seit etwa fünf Jahren einen durch Stress ausgelösten chronischen Tinnitus im linken Ohr.

Als ich das zunächst recht laute 13000 Hz Pfeifen durch Massagen, Entspannungsübungen, Sauna u.a. vor 6 Monaten in den Griff bekommen zu haben glaubte, ereilte mich ein Morbus Meniére Anfall mit Hörsturz. Seit dem habe ich ein sehr leises, hoch-frequentes Rauschen, das in der linken Hirnrinde seinen Ursprung zu haben scheint und mal mehr oder weniger stark auch wie ein Kopfschmerz in die andere Kopfhälfte hinüberstrahlt. Der Tinnitus scheint indirekt mit Verspannungen am Rücken, Nacken, der Halswirbelsäule und dem Kiefergelenk im Zusammenhang zu stehen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß verspanntes oder unterversorgtes Gewebe die Ursache für die Geräusche sind und manche subjektiv empfundene Tinnitus "Erscheinungsform" ( Frequenz, Dauer, Lautstärke,...) charkteristisch für physische (objektivierbare) Defekte im Innenohr-nahen Gewebe ist. Eventuell haben einige Leser ähnliche Erfahrungen und man könnte diese heranziehen um eine Ursache - Wirkung - matrix zu erstellen.

Hallo Stefan,
erst einmal vielen Dank für Deine netten Worte zu Beginn. Ich hoffe, das zu Deinen Beschwerden hier eine Art Austausch zustande kommt, deshalb schreibe ich selbst ein paar Zeilen dazu. Mich würde erst einmal interessieren, ob Morbus Meniére bei Dir tatsächlich offiziell diagnostiziert worden ist? Trat Dein ursprünglicher durch Stress bedingter Tinnitus in Schüben bzw. unregelmäßigen Intervallen auf? Für mich klingen Deine Schilderungen nämlich (leider) so, als hättest Du mit Morbus Meniére schon sehr viel länger zu kämpfen. Die Krankheit ist heimtückisch: Immer wieder gibt es sehr lange Phasen ohne jedes Symptom, bei denen man glaubt, im Prinzip gesund zu sein.

Über die Heilungschancen möchte ich hier nicht zu langatmig schreiben, sondern behalte dies für einen kommenden Blogeintrag im Hinterkopf. Du weißt sicher selbst, dass zumindest die Schulmedizin für Morbus Meniére derzeit noch keine bessere Antwort als eine Operation kennt. Interessant finde ich allerdings Deine Vermutung, dass Dein begleitender Tinnitus durch verspanntes oder mit Blut unterversorgtes Gewebe hervorgerufen worden sein könnte. Variante Nummer zwei würde zutreffen, wenn der Tinnitus pulsartig verläuft. Deine Sätze über das Ausstrahlen wie ein Kopfschmerz passen genau dazu. Was die mögliche Gewebeschädigung angeht, so kann ich nur aus der Ferne sagen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Du diesbezüglich ebenfalls richtig liegst.

Gerne würde ich Dir ein paar Tipps geben, die Dir helfen, Deinen Zustand zu verbessern. Du scheinst Dich allerdings bereits sehr gut informiert zu haben. Ich denke deshalb, dass Du bereits eigenständig mit Massagen und ähnlichen Entspannungshilfen experimentierst, um Deinen Tinnitus in den Griff zu bekommen. Sollte ich mit meiner These bzw. Befürchtung recht haben und Du leidest schon immer an einer ursprünglich wohl schwachen Form von Morbus Meniére, so ist die Symptombehandlung in meinen Augen der beste Weg. Ich weiß natürlich, dass eigentlich auch häufige Schwindelgefühle und ein Druckempfinden im betroffenen Ohr zu dem Krankheitsbild gehören. Dies scheint bei Dir allerdings bislang ja nicht der Fall zu sein. Ich hoffe, dass es so bleibt und drücke die Daumen, dass noch ein paar andere Leser hier etwas beitragen, dass Dir helfen kann. Ich sehe, Du hast Dich auch in meinen Newsletter eingetragen, dieser gibt Dir weitere Tipps zum Thema. Auch mein Artikel "Leiden durch Tinnitus" kann Dir und anderen durchaus hilfreich sein.
Herzlichen Gruß von Lutzl



(7) Cornelia
Mi, 23 Juli 2014 07:19:52 +0000

Hallo Lutzl, im letzten Beitrag war die Rede von der Einnahme von Magnesium. Was hältst du von Fußbädern mit Magnesiumsalz? Soll ja besser vom Körper aufgenommen werden. Liebe Grüße!

Hallo Cornelia,
damit habe ich noch keine Erfahrung gemacht. Probier's doch mal aus und berichte hier davon. Ich würde mich freuen.
Lieben Gruß von Lutzl



(6) Haegar
Mi, 4 Juni 2014 10:19:53 +0000
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Erstaunlich, dass ich hier endlich die Lösung für mein Brummen im Ohr gefunden habe! Seit einer Woche nehme ich nun Magnesium als Nahrungsergänzung, und ich kann nun endlich wieder in Ruhe schlafen. Eine sehr stressige Lebenssituation hatte mir vor einem Jahr das Brummen im Ohr beschert, und leider war es nicht wieder von alleine verschwunden

Hallo Haegar,
es freut mich sehr, Dir geholfen zu haben. Vielleicht nennst Du mir noch den Namen des Nahrungsergänzungsmittels?
Weiterhin gute Besserung!
Gruß Lutzl



(5) Beate
Mi, 9 April 2014 11:52:57 +0000
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Hallo, mein Knistern im rechten Ohr tritt in Wellen auf. Es dauert dann so 10 Sekunden, macht in diesem Moment Sehstörungen und damit verbunden Übelkeit. Das passiert in schlechten Momenten ca minütlich - auch schon beim aufwachen. Ist das ein Tinnitus? Viele Grüße Beate

Hallo Beate,
erst einmal Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat, bis Deine Frage zu Deinem Ohrenknistern beantwortet werden konnte. Das sollte eigentlich schneller gehen. Also der Reihe nach: Ja, es ist denkbar, dass Dein Ohrenknistern ein Tinnitus ist. Allerdings ist es nicht besonders wahrscheinlich, dass es sich um eine "klassische" Ausprägung handelt. Vermutlich hast Du ein anderes Problem: Die Symptom-Kombination, die Du beschreibst, ist eine typische Reaktion auf eine Medikamentenunverträglichkeit bzw. den Umstand, dass Du unter starken Nebenwirkungen eines Mittels leidest.

Hast Du neben dem Ohrenknistern, der Übelkeit sowie den Sehstörungen möglicherweise auch noch Schwindelgefühle und Bluthochdruck (Ein Tipp: In vielen Apotheken kann man diesen umsonst messen lassen)? Sollte dies zutreffen und solltest Du derzeit Medikamente nehmen, konsultiere bitte Deinen Arzt, um Dein Ohrenknistern und die weiteren Symptome beseitigen zu lassen, indem das Mittel neu eingestellt wird. Diagnosen über das Internet aus der Ferne verbieten sich.

Sollten keine Medikamente Das Ohrenknistern ausgelöst haben und dieses immer wieder zurückkehren, wirst Du bedauerlicherweise wohl ebenfalls nicht um den Besuch beim Mediziner herumkommen: Die wahrscheinlichste Ursache ist ein Schwindel. Die Gleichgewichtsorgane, die in Deinen Ohren liegen und dort vermutlich das Ohrenknistern hervorgerufen haben, könnten die Probleme machen. Dies wird leider mit einem recht unangenehmen Wassertest festgestellt, den Du aber auf jeden Fall zuerst machen lassen solltest.

Ansonsten bleibt nämlich fast nur noch das Hirn, das am Ohrenknistern und Deinen weiteren Problemen Schuld sein kann. Verursacht haben könnte Deine Beschwerden ein Glucose-Mangel. Diesen braucht das Hirn wie ein Auto den Treibstoff. Lasse Dir Blut abnehmen und den Zucker bestimmen. Um Dir abschließend etwas Mut zu machen: Dein Ohrenknistern ist ein Symptom und nicht die Erkrankung. Dies bedeutet, dass das Ohrenknistern gemeinsam mit den anderen Problemen verschwinden wird, wenn die Ursache geklärt ist.

Gute Besserung! 
Gruß Lutzl



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