Einsamkeit durch Hörverlust – ein schleichender Albtraum

Dezember 9, 2014

Einsamkeit durch den Hörverlust und der unaufhaltsame Weg
in die Depression und wie ich mit viel Glück die Wende meisterte

Denn kaum jemand kann sich vorstellen, wie es ist, bereits in jungen Jahren an Hörleistung zu verlieren. Schleichend und kaum merklich zieht man sich von allen Aktivitäten zurück und gerät in eine schreckliche Einsamkeit durch den Hörverlust. Schlussendlich bietet weder die Arbeit, noch ein funktionierender Freundeskreis einen sicheren Halt, wenn man nicht bereit ist, über den eigenen Schatten zu springen und sich Hilfe zu suchen. Nur so kann man der Einsamkeit durch Hörverlust entgehen und das eigene Leben wieder selbstbestimmt und positiv in die Hand nehmen.

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Einsamkeit durch den Hörverlust – bereits in der Jugend erkennbar

Ich hatte als Kind bereits aufgrund diverser Ohrentzündungen unter zeitweiser Einsamkeit durch den Hörverlust gelitten. Doch diese Phasen vergingen, ebenso wie die Entzündungen recht schnell wieder. Erst in meiner späten Jugend, so etwa mit 17 Jahren merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Nie bekam ich etwas richtig mit, in der Schule saß ich bereits in der ersten Reihe und auch beim Chillen mit meinen Freunden musste ich immer wieder nachfragen, wenn ich etwas nicht verstanden hatte. Das sich meine Freunde darüber lustig machten, kann ich auch heute noch gut verstehen, auch wenn es damals weh tat. So schlich sich die Einsamkeit durch den Hörverlust in mein Leben zurück und machte sich bei mir breit.

Ein Lehrer zeigt den richtigen Weg, doch die Überwindung fehlte

Natürlich fiel diese Einsamkeit und mein Hörverlust auch den Lehrern auf. Mein Vertrauenslehrer sprach mich auch tatsächlich auf meinen Hörverlust an und gab mir den Rat, mir ein Hörgerät zu besorgen. Das dies der einzig richtige Schritt gewesen wäre, darauf kam ich in meinem jugendlichen Leichtsinn nicht. Ich lernte viel mehr, den Leuten von den Lippen zu lesen und meinen Hörverlust nicht mehr offen zu zeigen. Mein System funktioniere auch ganz gut, so dass ich Schule und Ausbildung mit guten Noten trotz Hörverlust abschließen konnte. Doch es war auch anstrengend. Ich zog es vor alleine zu sein, um mich nicht so stark konzentrieren zu müssen. Der Abstieg in die Einsamkeit durch meinen Hörverlust begann.

Ein soziales Wesen wie der Mensch braucht die Nähe

Ohne mein Wissen und ohne es zu bemerken machte sich, ausgelöst durch die Einsamkeit und den Hörverlust, eine Depression in mir breit, die nach und nach stärker wurde. Erst als diese so schlimm wurde, dass ich meine Arbeit nicht mehr zu bewältigen konnte, musste ich mir notgedrungen Hilfe suchen. Viele Therapiesitzungen später fiel jedoch meiner Ärztin auf, dass meine Depression durch den Hörverlust ausgelöst wurde. Ich hatte nicht aufgepasst, die Frage wiederholt nicht verstanden und endlich ergab wohl alles für Sie einen Sinn. Widerwillig, aber doch neugierig ging ich mit ihr gemeinsam in meiner Therapiestunde zum Hörgeräteakustiker. Dort ließ ich einen Hörtest machen und mir das erste Hörgerät meines Lebens verpassen. Es war wie ein Wunder. Die Welt um mich herum, die mir so trüb und einsam erschienen war durch meinen Hörverlust, war viel lebendiger, als ich es mir je vorgestellt hatte. Ich suchte mir neue Freunde und kann heute sagen: Ohne meine Therapeutin und ohne den Mut den Hörverlust zuzugeben wäre ich wohl heute nicht mehr am Leben.

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