Dröhnen im Ohr: Die möglichen Ursachen

Januar 15, 2014

Dröhnen im Ohr kommt selten vor. Ein Tinnitus manifestiert
sich meist in Pfeifen, Rauschen, Brummen oder Klingeln

Eher selten ist das Dröhnen im Ohr. Dies ist eine gute Nachricht: Die Mehrzahl der Ursachen für ein Dröhnen im Ohr kann behandelt werden. Ernst genommen und therapiert werden muss das Phänomen in jedem Fall. Wie bei jedem Geräusch im Ohr üblich, gilt auch hier, dass eine Behandlung so schnell wie möglich in Angriff genommen werden sollte, um zu verhindern, dass der akute Tinnitus chronisch wird.

Dröhnen im Ohr meist eine Folge von Stress

Ein Dröhnen im Ohr ist in der Regel anfänglich völlig harmlos: Es handelt sich um eine Stressreaktion, deren konkrete Ursache gefunden werden kann. Als Folge der körperlichen und/ oder seelischen Anspannung beginnt ein kleiner Muskel im (meistens rechten) Ohr zu zucken. Diese Bewegung verursacht das Dröhnen im Ohr. Charakteristisch für dieses Geräusch ist, dass es von den Betroffenen als natürlich für die Umgebung eingeordnet wird. Viele betroffene Menschen merken lange nicht, dass das Dröhnen nur im eigenen Ohr zu Hören ist und von anderen Menschen nicht wahrgenommen werden kann. Wird der Stress rechtzeitig abgebaut, wodurch sich der Muskel entspannen kann, verschwindet auch das Geräusch. Begegnet man dem Dröhnen im Ohr allerdings nicht rechtzeitig, trägt der Muskel durch die dauerhafte Überlastung einen Schaden davon, was dazu führt, dass der Tinnitus chronisch wird.

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Dröhnen im Ohr kann auch nach einem Hörsturz auftreten

Tinnitus und Hörsturz gehen Hand in Hand. Geräusche im Ohr sind häufig eine Folge eines Hörsturzes oder dienen als sehr ernstes Warnzeichen dafür, dass sich dieser ankündigt. Eines der Geräusche, das aus einem Hörsturz resultieren kann, ist ein Dröhnen im Ohr. Dieses tritt dabei selten alleine auf – zumeist wechselt es sich mit anderen Tönen (Pfeifen, Klingeln, Rauschen) ab. Die Ursachen für das Dröhnen im Ohr nach einem Hörsturz sind vielfältig, da dieser großen Schaden im Gehörgang anrichten kann. Meistens entsteht das Dröhnen im Ohr durch ein Problem des Druckausgleichs: Ein Loch wurde ins Trommelfell gerissen. Diese Variante ist dann besonders wahrscheinlich, wenn der Hörsturz zusätzlich von einer Mittelohrentzündung begleitet worden ist. Ebenfalls möglich ist eine Schädigung von Nervenzellen im Gehörgang.

Dröhnen im Ohr durch Verdickung der Blutbahnen

So kann es vor dem Hörsturz zu einer Verdickung der Blutbahnen gekommen sein, die hinter dem Ohr verlaufen. Die Bahnen benötigen mehr Raum und drücken auf die Gehörnerven, wodurch das Dröhnen im Ohr entsteht. Das spezielle Geräusch resultiert in diesem Fall auch dadurch, dass nach wie vor ein Blutfluss stattfindet, der sehr viel besser zu hören ist, da die Blutbahnen teilweise praktisch direkt im Gehör verlaufen. Wer glaubt, von diesem Phänomen betroffen zu sein, kann einen sehr einfachen Selbsttest durchführen und das gesunde Ohr sehr nahe an einen laufenden Wasserhahn halten. Die Geräusche werden sich zwar nicht exakt identisch, jedoch sehr ähnlich anhören.

Dröhnen im Ohr als Ergebnis als Lärmüberempfindlichkeit

Viele Schwerhörige haben ebenfalls mit einem Dröhnen im Ohr zu kämpfen. Geht man dem Phänomen nach, stellt sich heraus, dass diese zugleich mit einer Hyperakusis – einer Lärmüberempfindlichkeit – zu kämpfen haben. Oft ist diese sogar schmerzhaft ausgeprägt. Bei einer Hyperakusis werden Schallwellen, die ohne Gehörschädigung nicht als unangenehm wahrgenommen werden, als viel zu laut empfunden. In der Folge entsteht das Dröhnen im Ohr. Es klingt, als sei der Fernseher viel zu laut.

Dröhnen im Ohr und Hyperakusis behandeln

Ursache für die Hyperakusis und damit das Dröhnen im Ohr ist fast immer eine Schädigung der Haarzellen im Innenohr. Deshalb tritt die Hyperakusis und mit ihrer der chronische Tinnitus, der sich durch das Dröhnen im Ohr manifestiert, auch so häufig bei Schwerhörigkeit auf. Viele der Haarzellen, welche die Töne an das Gehirn weiterleiten, sind bereits komplett abgestorben. Lange hört man deshalb erst einmal gar nichts. Wird jedoch eine Frequenz erreicht, die wieder hörbar ist, müssen viel zu wenig Haarzellen mit den Tönen umgehen, was die Hyperakusis zur Folge hat. Die schlechte Nachricht lautet: Diese Art von Tinnitus ist chronisch. Die gute Botschaft lautet: Mit speziellen Hörgeräten kann nicht nur das Dröhnen im Ohr beseitigt werden: Oft wird auch die Schwerhörigkeit beseitigt.

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{ 2 Kommentare… sie unten lesen oder einen hinzufügen }

Motejunas Angelika Januar 28, 2016 um 20:35

Guten Tag,

 

ich war war vor vielen Jahren schon einmal bei Ihnen Mitglied und habe nun wieder einen Hörsturz mit neuem Tinnitus bekommen. Meine Frage :Erscheint noch Ihre Info Broschüre schriftlich oder nur online? Wenn ja hätte ich gerne ein Testexemplar zugeschickt.

Angelika Motejunas Buschenburg 22 42389 Wuppertal

Danke

 

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Lutzl Februar 1, 2016 um 08:02

Liebe Angelika!

Es gibt keine Broschüren der Website „Tinnitus Behandlung Lernen“! Meine Beiträge erscheinen monatlich NUR online. Tragen Sie sich doch einfach in meinen wöchentlichen Newsletter (rechts oben) ein. So werden Sie immer wieder an neue Beiträge erinnert. LG Lutzl

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