Die möglichen Gründe für Ohrenknacken

April 15, 2014

Ohrenknacken ist für viele Menschen nicht beunruhigend.
Erst wenn es bleibt, kommt die Panik. Die möglichen Ursachen sind ernst.

Bleibendes Ohrenknacken ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch der Reihe nach: Erst einmal ist das Knacken im Ohr nichts besonderes: Jeder Mensch hat es, denn das Ohrknacken sorgt für einen Druckausgleich. Bekannt ist das Beispiel der Landung eines Flugzeugs: Hier wird sehr schnell eine starke Druckveränderung durchgeführt, die unangenehm ist. Zahlreiche Menschen wackeln deshalb absichtlich mit den Ohren, um das Ohrenknacken herbeizuführen und so einen Druckausgleich zu bewirken. Dies funktioniert auch für Taucher, die wieder an Land gehen und zuvor etwas zu schnell aufgetaucht sind. Das Ohrknacken reduziert ihre Beschwerden spürbar.

Das Knacken im Ohr verschwindet nicht: Eine Entzündung?

Bleibt das Ohrenknacken allerdings dauerhaft oder kommt es immer wieder ohne Grund, so spricht man von einem Knack-Tinnitus. Dieser ist ausgesprochen unangenehm, weil die Betroffenen das Gefühl haben, von dem Geräusch hinterrücks attackiert zu werden. Bleibt er länger als drei Monate, so ist es ein chronischer Tinnitus. Der gängigste Grund, warum das Ohrenknacken nicht verschwinden möchte, ist eine Entzündung im Bereich des Gehörgangs. Diese bewirkt nicht nur, dass man sehr große Schmerzen erleiden muss, sondern bombardiert das Trommelfell. Irgendwann durchschlägt eines der Bakterien die Grenze und reißt ein Loch. Ist es groß genug, entsteht ein dauerhaftes Druckproblem. Der Gehörgang versucht zu korrigieren und einen Ausgleich zu finden. Das Ohrenknacken entsteht. Eigentlich ist es als Hilfe gedacht, doch tatsächlich wird es dann selbst meist zu einer großen Belastung. 

Erkennen, dass das Ohrenknacken durch ein Loch im Trommelfell hervorgerufen wurde, kann man dadurch, dass man auf die Intensität und Häufigkeit des Knackens achtet. Der Ton bleibt praktisch immer. Zudem hört er sich stets ähnlich an. Dreht man den Kopf in die Richtung der Schulter, die nicht am Ohr liegt, in dem es knackt, müsste sich der Ton verändern. Gleiches gilt, wenn man eine Hand vor das betroffene Ohr legt. Dieses Ohrknacken kann man dadurch beseitigen lassen, dass das Loch im Trommelfell geflickt wird. Bedauerlicherweise ist dies ein größerer Eingriff. Gemacht werden sollte er trotzdem, denn es wird nicht beim Knacken im Ohr bleiben. Es droht die Gefahr, dass später auch noch Schwerhörigkeit zum Ohrenknacken hinzukommt. Ein defektes Trommelfell ist zu starken Belastungen ausgesetzt und wird deshalb schneller schwach.

Das Ohrenknacken bleibt: Ist der Kiefer in Ordnung?

Der zweite Grund, weshalb Ohrenknacken zu einem chronischen Tinnitus werden kann, befindet sich nicht im Gehörgang selbst. Der Kiefer ist eng mit den Gehörgängen verbunden. Wenn hier ein Problem auftritt, kann man dies meistens hören. Es sind dabei sogar zahlreiche Fälle bekannt, bei denen tatsächlich der Kiefer knackte, aber das Geräusch so nach oben übertragen wurde, dass der Patient meinte, es würde im Ohr knacken. 

Wenn der Kiefer gezerrt ist, entsteht oft ein Ohrenknacken. Häufig erlebt man hier ein Zusammenspiel mit Problemen in der Nackenmuskulatur. Sobald die Zerrung weicht, sollte auch das Knacken verschwinden. Ist dies nicht der Fall, ist vielleicht einer der Nerven eingeklemmt. Ergeben starke Kopfdrehungen mit weit geöffnetem Mund an einer Stelle Schmerzen, hat man den Schuldigen gefunden. Meist kann der Nerv befreit oder zumindest ruhig gestellt werden. Leider ist dies aber nicht immer der Fall. Dann muss er entweder gezogen werden oder das Ohrenknacken wird nicht mehr verschwinden.

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