Die möglichen Gründe für ein Ohrenfiepen

Mai 25, 2014

Viele Menschen können die Gründe für ihr Ohrenfiepen nicht
herausfinden – entscheidend für die Diagnostik sind die Begleitsymptome

Das Ohrenfiepen beginnt leise. Hinzu kommt, dass oft viel Zeit vergeht, bis die Menschen das Fiepen im Ohr wirklich als Problem erachten. Immer wieder tauchen derartige Geräusche auf. Das Ohrfiepen scheint deshalb eigentlich nicht ungewöhnlich zu sein. Oft merkt man erst nach Wochen, dass es nicht einfach wieder verschwunden ist. Dies ist möglicherweise fatal: Je nach Ursache vom Ohrenfiepen kann sich das Geräusch, das ursprünglich tatsächlich nicht sonderlich bedrohlich war, derart manifestieren, dass es zu einem chronischen Tinnitus wird.

Fiepen im Ohr bekämpfen: Der Beginn der Diagnostik

Die meisten Menschen, die ein Ohrfiepen haben, sagen, sie hätten keine Begleitsymptome. Forscht man nach, erweist sich dieses jedoch als falsch. Das Ohrenfiepen geht sehr oft mit einem Schwindel einher, der zu Übelkeit führt. Möglich sind auch Störungen der Konzentration oder Schmerzen hinunter bis zum Nacken. Ein chronisches Fiepen im Ohr führt oft zu Schmerzen direkt im Gehörgang. Wer ein Ohrfiepen hört und weitere Symptome an sich selbst feststellt, sollte so schnell wie möglich zum Spezialisten. Mediziner empfehlen, innerhalb von 24 Stunden vorstellig zu werden. Nach Möglichkeit sollte man diesem Ratschlag folgen, um zu verhindern, dass das Ohrenfiepen zu einem dauerhaften Begleiter wird.

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Der häufigste Grund für ein Ohrenfiepen: Stress und laute Geräusche

Das Fiepen im Ohr ist ein typischer Stress-Tinnitus: Wer zudem einen sehr lauten Arbeitsplatz hat, wird häufig von diesem Geräusch heimgesucht. Dieses arbeitet dabei mit hinterhältigen Tricks: Anfangs kommt das Ohrenfiepen und verschwindet wieder. Es wiegt die Menschen in Sicherheit. Sie glauben, dass ihr Körper das Geräusch praktisch wie eine Erkältung bekämpfen kann. Dies ist bedauerlicherweise nicht so: Wird das Geräusch nicht behandelt, kommt es immer wieder, wird lauter und bleibt schließlich. Taucht es das erste Mal auf, helfen schon Ohrenstöpsel gegen das Ohrenfiepen. Ratsam ist es zudem, sich regelmäßig zu entspannen. Sport kann ebenfalls eine Möglichkeit sein, um das Ohrenfiepen im Angangsstadium wirksam zu bekämpfen.

Bleibt dies aus und wird der Tinnitus chronisch, so entsteht zusätzlich noch das Problem, dass eine Schwerhörigkeit eintritt. Einfache Lösungen helfen in diesem Fall kaum noch. Neben der psychologischen Begleitung (Retraining), durch die man lernt, das Fiepen zu überhören, kann ein Eingriff nötig werden. Gleiches gilt für den Einsatz von Hörgeräte-Technologie wie beispielsweise einem Implantat.

Ein Ohrenfiepen, dass durch Stress und laute Geräusche verursacht wurde, lässt sich an den folgenden Begleitsymptomen erkennen: Generelles Unwohlsein. Kopfschmerzen, Müdigkeit, das Geräusch wird anfangs schwächer, bleibt dann aber konstant vorhanden, wird lauter und verschwindend auch in ruhigen Umgebungen nicht mehr.

Entzündungen als Auslöser für das Ohrenfiepen

Wenn nicht Stress und laute Geräusche für das Ohrenfiepen verantwortlich zeichnen, findet man den Schuldigen zumeist im Mittelohr: Dort hat sich eine Entzündung gebildet. Erneut gilt: Je schneller man diese bekämpfen kann, desto besser. Wird man zeitnah aktiv, so reicht es, wenn der Arzt das Ohr mit einem speziellen Schaum säubert. Dies ist zwar nicht besonders angenehm, geht aber schnell und hilft effektiv. Zögert man länger, muss man Antibiotika gegen die Entzündung und das Ohrfiepen einsetzen. Wartet man zu lange, reißt die Entzündung Löcher ins Trommelfell. Dies ist gut daran zu erkennen, dass sich die Geräusche im Ohr ändern. Zumeist weicht das Fiepen einem Pfeifen. 

Erkennen kann man die Entzündung als Ursache für das Fiepen im Ohr anhand von starken Ohrenschmerzen, Schwindel und großer Übelkeit. In extremen Fällen von Ohrenfiepen und Mittelohrentzündung im Zusammenspiel hat man sogar damit zu kämpfen, sich auf den Beinen zu halten.

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