Der Gang in die Tinnitus Klinik: Diagnostisch wertvoll

Februar 12, 2013

Ab wann ist der Gang in eine spezialisierte Tinnitus Klinik zu empfehlen?

Patienten, die an einem chronischen oder einem akuten Tinnitus leiden, sollten in jedem Fall ärztliche Hilfe suchen, um die Ursachen abzuklären und einen Behandlungsplan zu erstellen. Anschließend gibt es eine Vielzahl möglicher Therapieformen. In der Fachliteratur findet sich für den Gang in eine Tinnitus Klinik kaum eine vernünftige Angabe: Zu lesen ist beispielsweise, dass man dann gehen sollte, wenn man unter einer besonders schlimmen Ausprägung leidet. Immer wieder tauchen auch die Vokabeln "klinische Studien" oder "experimentelle Behandlungsformen" auf, an denen man in einer spezialisierten Tinnitus Klinik teilnehmen könnte. Der eigentlich beste Rat bleibt dabei jedoch zu oft ungenannt: Der Gang in die Tinnitus Klinik lohnt immer dann, wenn der Facharzt Probleme mit der Diagnostik hat.

Die schwierige Suche nach den Ursachen der Krankheit

Die Heimtücke des Tinnitus liegt nicht nur in den Ohrengeräuschen, die auf Dauer körperlich und seelisch zu einer immensen Belastung werden. Es ist ebenso sehr schwierig zu diagnostizieren, was überhaupt das Pfeifen, Piepen oder Rauschen im Ohr ausgelöst hat. Es kommen mehr als 200 Krankheiten in Frage, die mit den den Symptomen des Tinnitus einhergehen. Oft liegen die Gründe nahe, aber in den meisten Fällen können die Ärzte erst einmal nur Vermutungen anstellen. Für die Patienten bedeutet dies eine große Belastung, denn jeder Mensch möchte wissen, weshalb er unter bestimmten Symptomen leidet, denn das Wissen reduziert die Angst.

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Die diagnostischen Möglichkeiten einer Tinnitus Klinik

Die Deutsche Tinnitus Liga zeigte vor kurzem in einem Report beeindruckend die Grenzen der diagnostischen Möglichkeiten außerhalb von Kliniken auf. Verschiedene Patienten litten aufgrund des CMD Syndroms (Cranio-Mandibuläre Dysfunktion) unter einem Tinnitus. Vereinfacht gesagt beschreibt dieses Krankheitsbild eine Fehlstellung zwischen Ober- und Unterkiefer, wobei es dazu kommen kann, dass die Kiefergelenke in der Gelenkpfanne auf eine Nervenbahn drücken, die deshalb das Rauschen im Ohr auslöst. Das Syndrom tritt bei älteren Menschen auf, deren Zähne sich lockern. Diese rutschen deshalb in eine schiefe Position zueinander und die Fehlstellung entsteht.

Bei den Fachärzten blieb das Problem unerkannt, weil es extrem untypisch ist. In einer Tinnitus Klinik wird das CMD Syndrom in der Regel ohne Schwierigkeiten erkannt, denn der diagnostische Ansatz ist anders: Nach der ausführlichen Aufnahmen der Krankengeschichte erfolgt eine Bildgebung sowie eine sogenannte Umfelddiagnostik. Dabei wird nicht nur die Halswirbelsäule abgetastet, sondern es werden auch Kiefer und Zähne mit den dazugehörigen Bändern und Muskeln untersucht. Eine spezialisierte Klinik führt zusätzlich stets auch eine Kernspintomografie oder Ultraschall-Untersuchung der Halsgefäße durch.

Diagnostik-Vorteile ja – Behandlungsvorteile nur mit Abstrichen

Der Gang in die Tinnitus Klinik bedeutet deshalb diagnostisch einen echten Mehrwert, denn die Therapie egal welcher Form fällt immer leichter, wenn die Ursachen des Problems bekannt sind. Im Fall des CMD Syndroms muss beispielsweise lediglich eine kleinere Operation durchgeführt werden, um das Problem dauerhaft zu beseitigen. Echte Behandlungsvorteile der Tinnitus Klinik gegenüber niedergelassenen Ärzten oder Therapeuten gibt es jedoch nur mit Abstrichen. Werden die Symptome nachweislich durch körperliche Probleme ausgelöst, die einen stationären Eingriff erfordern, ist sie die richtige Adresse. Doch ansonsten unterscheiden sich ihre Behandlungsansätze nicht sonderlich von denen der Experten, die niedergelassen sind. Diese bieten jedoch in aller Regel eine persönlichere und direktere Betreuung, die deshalb bessere Ergebnisse erzielt.

Tinnitus Klinik oder Tinnitus Zentrum?

Wer in seiner Umgebung eine Tinnitus Klinik für die Diagnostik sucht, findet in dem Wegweiser der deutschen Tinnitus Liga das passende Hilfsmittel. Zu beachten ist dabei die genaue Bezeichnung der Einrichtung. Unterschieden wird zwischen Tinnitus Klinik und Tinnitus Zentrum. Die Klinik ist ausschließlich auf die Krankheit spezialisiert. Ein Zentrum bündelt in der Regel verschiedene Fachärzte in einer spezialisierten Abteilung. Oftmals handelt es sich bei dem Zentrum um eine besondere Abteilung, die in eine HNO-Klinik oder eine Kopf-Klinik eingegliedert ist. Reine Tinnitus-Kliniken sind zumeist größer und deshalb besser ausgestattet.

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