Bei Ohrensausen: Die Halswirbelsäule kontrollieren lassen

November 5, 2014

Ohrensausen ist ein gängiges Tinnitus-Geräusch und zugleich ein
heilbares. Fast immer zeichnet die Halswirbelsäule verantwortlich.

Diesen Umstand konnte die Forschung inzwischen in mehreren Untersuchungen eindrucksvoll belegen. Demnach ist Ohrensausen das spezifische Geräusch, das immer dann entsteht, wenn die anatomische Verbindung zwischen dem Gehörgang und der Wirbelsäule betroffen ist. Patienten, die unter einem solchen Tinnitus leiden, haben deshalb große Chancen auf eine vollständige Genesung – selbst dann, wenn das Sausen in den Ohren chronisch sein sollte.

Wie entsteht das Ohrensausen?

Der menschliche Körper ist in der Lage, auf spezielle Geräusche schneller als das Gehirn zu reagieren. Man zuckt beispielsweise zusammen oder weicht instinktiv aus. Es existieren folglich Nervenbahnen, die das Gehör mit allem verbinden, was darunter ist. Zudem gehen diese auch gleich weiter zu den Hirnnervenkernen, um weiter auf das Geräusch reagieren zu können. Verkabelt ist zugleich der Gleichgewichtsnerv – um bei einem Reflex nicht umzufallen. Diese Verbindungen, deren zentrale "Autobahnstrecke" über die Halswirbelsäule läuft, zeichnen fast immer für das Ohrensausen verantwortlich.

Das Sausen in den Ohren kommt zumeist von einem Spannungszustand, der häufig im Schulter- und Nackenbereich auftritt. Die Nervenbahnen werden gequetscht und das Ohrensausen entsteht als Reaktion, weil die Impulse nur noch stark beeinträchtigt durchdringen können. Als Alternative kann auch die Wirbelsäulenarterie, welche die gleiche "Autobahn" nutzt Schuld am Ohrensausen sein: Entsteht der Tinnitus nach schnellen Kopfbewegungen oder beispielsweise Arbeiten, die über Kopf ausgeführt wurden, ist dies ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Arterie Verschleißerscheinungen aufweist. Viele ihrer Verästelungen sind abgestorben. Dies wäre der schlimmste denkbare Fall, denn das Ohrensausen ist dann unheilbar.

Wie hört sich das Ohrensausen an?

Wichtig für eine genaue Diagnose und eine anschließende Behandlung ist die Frage, wie genau sich das Ohrensausen anhört? Ist das Sausen in den Ohren eher dumpf und tief, so kann man von einer Kopfblockierung ausgehen, die akut – also gerade erst – aufgetreten ist. Ist das Ohrensausen mittelhoch bis (zum Teil sehr) hoch und treten immer wieder Pausen des Tinnitus auf, so liegt vermutlich eine chronische Funktionsstörung der Halswirbel-Region vor. Positiverweise ist dies nur bei einem geringen Prozentsatz der Personen, die unter Ohrensausen leiden, tatsächlich der Fall.

Weitere Warnzeichen für ein Ohrensausen über die Halswirbelsäule

Die Halswirbelsäule sendet fast immer weitere Begleiterscheinungen, wenn das Ohrensausen tatsächlich durch sie verursacht worden sein sollte. Zusätzlich zum Sausen in den Ohren tritt eine einseitige Schwerhörigkeit auf, eine starke und als schmerzhaft empfundene Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen oder ein Schwankschwindel auf. Diese Begleiterscheinungen zum Ohrensausen werden ebenfalls durch die Nervenbahnen, die in Mitleidenschaft gezogen worden sind, hervorgerufen.

Wie therapiert man Ohrensausen?

Der Tinnitus lässt sich am einfachsten dadurch behandeln, dass die Halswirbelsäule entspannt wird. Massagen können dabei ebenso helfen wie beispielsweise eine Zahnschiene in der Nacht, um nächtliches Zähneknirschen, das häufig die Verspannungen auslöst, zu unterbinden. Klassische Entspannungstechniken (Yoga, etc.) helfen ebenfalls. Bei einem sehr lauten Ohrensausen, das chronisch ist, wird der Arzt vermutlich zu Beginn mit Medikamenten behandeln, um eine zeitnahe Linderung zu erreichen. Immer wieder gibt es allerdings auch Fälle, wo Nervenbahnen verklemmt sind: In diesem Fall sind intensivere Eingriffe nötig. Die Chancen auf eine vollständige Heilung, wenn nicht gerade die Wirbelsäulenarterie verantwortlich für das Sausen in den Ohren ist, sind sehr gut.

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