Auch Überflieger leiden unter Tinitus

November 22, 2014

Wie ich bereits in frühen Jahren vom Tinitus heimgesucht wurde und nur
durch ein hohes Maß an Rücksicht mir gegenüber ein neues Leben fand.

Denn auch wenn man glaubt, ein Tinitus würde nur berufstätige Menschen erwischen, die voll im Leben stehen, ist man falsch gewickelt. Ich für meinen Teil weiß nicht mehr genau, wann das leise Geräusch in meinen Ohren mir zum ersten Mal wirklich bewusst wurde. Wahrscheinlich viel zu spät. Denn je früher man einen Tinitus erkennt und diesen natürlich auch seinem Arzt meldet, umso besser die Chancen. Ich hingegen hatte keine Zeit, mich meinem noch leisen Tinitus zu widmen, meinte ich jedenfalls.

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Ein Schüler mit Tinitus – keine Seltenheit

Ich hatte bereits frühzeitig meine Karriere geplant. Im Gegensatz zu vielen anderen Schülern war ich dabei jedoch realistisch und wusste, dass ich meine Ziele nur mit viel Arbeit erreichen würde. Also wandelte ich mich. Vom gemütlichen und eher mittelmäßigen Schüler wurde ich zu einem echten Einser-Kandidaten in allen Bereichen. Kurze Nächte und viel Stress gehörten natürlich dazu. Doch das daraus ein Tinitus erwachsen würde, war mir nicht klar. Von der 10. bis zur 13. Klasse bestand mein Lebensinhalt nur aus Lernen und der Schule. Der einstmals leise Tinitus war mit der Zeit ein wenig lauter geworden, aber ich hatte mich an das Geräusch irgendwie gewöhnt. Nach dem Abitur mit 1,1 ging ich nun daran, meinen Lebenstraum zu erfüllen. Es ging an die Universität.

Ein angehender Arzt in Nöten – der Tinitus schlägt zurück

Dank meiner guten Abitur-Noten und meiner vielen freiwilligen Praktika und Dienste im Rettungswesen während der Ferien wurde ich beinahe sofort an der Universität angenommen. Leider nicht nur ich, sondern auch mein Tinitus. Der Stress während des Studiums war von Anfang an hoch und ich erhöhte den Pegel durch meinen Perfektionsdruck noch weiter. Das Pfeifen in den Ohren wurde lauter und lauter. Doch es hatte einen Vorteil: Da ich schlecht schlief, konnte ich mehr lernen. So dachte ich. Doch der Tinitus machte mir einen Strich durch die Rechnung. Gezeichnet vom Schlafmangel und dem andauernden Pfeifen in den Ohren ging ich nun endlich zu einem meiner Professoren und erzählte ihn von meinem Tinitus. Es folgte ein sehr langes Beratungsgespräch und ein Gang zu einem Facharzt.

Ich werde trotzdem Arzt – nur etwas später

Eine gute Therapie und viel Arbeit an mir selber folgten. Nun leide ich noch immer unter meinem Tinitus, doch die Lautstärke hat sich reduziert. Ich studiere zur Zeit nur noch mit halber Kraft. Ich werde meinen Wunsch Arzt zu werden, auch mit Tinitus nicht aufgeben. Aber ich lasse mir und meinem Körper mehr Zeit. Der Tinitus soll nicht gewinnen. Also sorge ich mit Entspannungstechniken und viel Freizeit dafür, dass ich mein Leben wieder genieße und dem Tinitus keine Chance lasse. Ob ich nun morgen oder in 2 Jahren Arzt werde, ist mir und meinem Tinitus egal.

Amerkung Lutzl:
Tinnitus wird mit 2 "n" geschrieben. Nur solltest Du, lieber Leser, den Artikel trotz falscher Schreibweise im Internet finden. Alles Gute beim Kampf gegen den Tinnitus!

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